Liebe als Heilkraft
- Martin T
- 14. Okt.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Nov.

Göttliche Liebe als Heilkraft
Horst Krohne schreibt im Handbuch für heilende Hände - Das A-Z der Übertragung von Heilenergie: "Die heilende, regulierende Kraft ist die Liebe. Liebe ist und bleibt die stärkste Heilkraft, die tragende Kraft für jeden Heiler. Der Heiler ist nicht der Handelnde, sondern ein Kanal, durch den der göttliche Heilstrom fließt“. Ziel des Heilstroms ist die körperliche Genesung und seelisch-geistige Harmonisierung – eine Rückverbindung zur göttlichen Ordnung. Krohne stellt damit einen Bezug zu 1. Korinther 13, dem „Hohelied der Liebe“ her: “Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete … und habe die Liebe nicht, so bin ich nichts.” Dies legt nahe, dass Krohne das Prinzip der Agape-Liebe (selbstlose, göttliche Liebe) als zentrales Element in seinem Verständnis von Spiritualität und Heilung ansah.
Wie der Heilstrom wirkt
Krohne sieht Heilung nicht nur als Übertragung von Energie, sondern als Wiederherstellung der göttlichen Ordnung im feinstofflichen System des Menschen:
1. Öffnung und Verbindung
Der Heiler verbindet sich innerlich mit der göttlichen Quelle – durch Gebet, Meditation oder bewusste Einstimmung auf die göttliche Liebe.
2. Neutralität und Demut
Der Heiler gibt das persönliche Wollen auf und stellt sich ganz in den Dienst der göttlichen Energie. Er „will“ nicht heilen, sondern lässt die Heilung geschehen.
3. Durchflussprinzip
Der göttliche Heilstrom fließt durch das Energiesystem des Heilers, meist über das Herzchakra oder die Hände, und weiter zum Empfänger.
4. Anpassung an das göttliche Gesetz
Die Energie wirkt intelligent – sie fließt dorthin, wo sie gebraucht wird, und nur soweit, wie es mit dem Lebensplan und dem Seelenweg des Empfängers übereinstimmt.
Wissenschaftlich-spirituelle Erklärung
Die "affektive Neurowissenschaft" erforscht, wie Emotionen im Gehirn entstehen und mit neuronalen Schwingungen zusammenhängen. Wenn wir von Liebe sprechen, neigen wir dazu, sie "nur" als ein Gefühl zu betrachten – zart, flüchtig, persönlich. Doch die neurowissenschaftliche Forschung der letzten Jahrzehnte zeigt: Liebe ist weit mehr als ein emotionaler Zustand. Sie ist ein komplexes neurophysiologisches und elektromagnetisches Phänomen, das tief in die Struktur unseres Gehirns, unser Nervensystems und sogar die Zellkommunikation hineinwirkt. Im Gehirn lassen sich Liebe ebenso wie Mitgefühl, Dankbarkeit oder tiefe Verbundenheit in klar erkennbaren Mustern der Gehirnaktivität abbilden.
Emotionen und ihre EEG-Korrelation
Emotionen sind komplexe Netzwerke aus vielen Gehirnregionen (z.B. Amygdala, präfrontaler Kortex, Insula, Hypothalamus). Das EEG misst vor allem die kortikale Aktivität, die Aktivität an der Oberfläche des Gehirns. Daher sind die nachfolgend beschriebenen Zusammenhänge statistisch, nicht absolut.
Liebe, Mitgefühl, Dankbarkeit
Typische EEG Frequenzen für Liebe, Mitgefühl und Dankbarkeit sind eine erhöhte Gamma-Aktivität (30–80 Hz) und teilweise auch eine Alpha-Synchronisierung.
Regionen: präfrontaler Kortex (v.a. links), anteriorer cingulärer Kortex
Interpretation: Hohe Kohärenz zwischen Gehirnarealen. Das Gehirn arbeitet „harmonisch“, was mit positiven Gefühlen, Achtsamkeit und Mitgefühl korreliert.
Beispiel: Langzeit-Meditierende (Tibetanische Mönche) zeigen außergewöhnlich starke Gamma-Kohärenz bei Zuständen von Mitgefühl (Davidson et al., PNAS, 2004).

Dominante EEG-Frequenzen bei Liebe und Mitgefühl
1. Hohe Gamma-Aktivität (30–100 Hz)
Gamma-Wellen spiegeln integrierte, kohärente Aktivität über große Teile des Gehirns wider. Bei Zuständen wie Mitgefühl, Dankbarkeit, Liebe zeigen EEGs eine außergewöhnlich starke Synchronisation von neuronalen Netzwerken. Das bedeutet: Viele Gehirnareale "schwingen im Einklang“ – Wahrnehmung, Empathie, Gedächtnis und Körperempfindung werden vereint. Diese Kohärenz erzeugt ein Gefühl von Einheit, Klarheit und Verbundenheit.
2. Gleichzeitige Alpha-Kohärenz (8–13 Hz)
Alpha-Wellen fördern Ruhe, Entspannung und Offenheit. Während Liebe oder Mitgefühl bleibt das Gehirn ruhig, aber hoch synchronisiert – kein Chaos, keine Stresssignale. Das ist ein Zustand maximaler Balance: hohe Energie (Gamma) bei gleichzeitiger Ruhe (Alpha).
3. Neurophysiologische Bedeutung
Studien an erfahrenen Meditierenden (Davidson et al., PNAS, 2004) zeigten bis zu 30-fach stärkere Gamma-Wellen während „Mitgefühls-Meditation“. Gamma-Kohärenz gilt als Zeichen für bewusst integrierte Wahrnehmung und emotionale Intelligenz. Daher wird Liebe/Mitgefühl oft als „höchste Schwingung“ bezeichnet – im wörtlichen wie im metaphorischen Sinn.

EEG-Leistungsspektrum für die Zustände Liebe/Mitgefühl (durchgezogene Linie) und
Angst/Stress (gestrichelte Linie)
Liebe / Mitgefühl
Deutlicher Alpha-Peak (um 10 Hz): Ruhe, Offenheit.
Breite Gamma-Aktivität (30–80 Hz): Integration, Bewusstheit, Ganzheit.
Das Spektrum ist „weit geöffnet“, mit Energie über viele Frequenzbänder hinweg – ein Zeichen für kohärente und komplexe Gehirnaktivität
Angst / Stress
Stark ausgeprägter Beta-Peak (um 25 Hz): hohe Erregung, Fokus, Alarmzustand.
Kaum Aktivität im Gamma-Bereich: wenig Integration, fragmentierte Verarbeitung.
Das Spektrum ist enger und steiler – typisch für reaktive, übererregte Zustände.

Neurowissenschaftliche Sicht
Liebe und Mitgefühl aktivieren neuronale Netzwerke, die auf Verbindung, Sicherheit und Regeneration ausgerichtet sind.
Sie synchronisieren Hirnwellen über weite Bereiche hinweg (Gamma-Kohärenz), was zu einem integrierten Bewusstseinszustand führt.
Gleichzeitig wird das autonome Nervensystem beruhigt
(Alpha-Aktivität, Herz-Hirn-Kohärenz).
Diese Kombination fördert Heilprozesse auf körperlicher und psychischer Ebene.
Biologische / neurophysiologische Sicht
Auch auf körperlicher Ebene kann man nachvollziehen, wo Liebe heilsam wirkt:
Herz und Nervensystem
Liebe aktiviert den Parasympathikus ("Ruhe-Nerv"), senkt Stresshormone (Cortisol) und reguliert den Herzschlag.
Gehirn
Beim Erleben von Liebe schüttet das Gehirn Oxytocin, Endorphine und Serotonin aus – biochemische Botenstoffe, die Heilungsprozesse fördern.
Immunsystem
Positive Emotionen stärken die Abwehrkräfte, regulieren Entzündungen und fördern Regeneration.
„Liebe" ist nicht an ein Organ gebunden
Liebe ist eine universelle, seelische und geistige Kraft, die nicht aus einem bestimmten Körperteil „heraus“ entsteht, sondern den ganzen Menschen durchdringt. Sie wirkt über das Bewusstsein, also über den inneren Zustand, über Empfindung, Aufmerksamkeit und Verbundenheit und nicht über ein einzelnes physiologisches Zentrum. In diesem Sinn ist der menschliche Körper ein Resonanzraum und kein Ursprung. Wenn das Bewusstsein offen und liebevoll wird, kann die "göttliche Schwingung" überall im Körper spürbar werden – bis in jede Zelle hinein. Sie wirkt dann nicht lokal, sondern ganzheitlich – im Körper, in der Seele und im Geist.
Rolle des "Heilers"
„Heilung ist kein Tun, sondern Erinnerung und ein Wieder-in-Einklang-Kommen mit der göttlichen Ordnung, die bereits in jedem Wesen vorhanden ist. Die Erinnerung ist kein intellektueller Akt, sondern Resonanz.“ (Jirō Murai)
Im tiefsten Sinn ist die göttliche Ordnung selbst das eigentliche Resonanzfeld – der Urton, mit dem alles in Einklang schwingen kann. Der Heiler ist derjenige, der sich bewusst mit dieser "göttlichen Ordnung" verbindet, sie für den Klienten erfahrbar macht und den "Raum" hält, in dem Heilung geschehen kann. In diesem "Raum" kann der Klient beginnen, mitzuschwingen und seine eigene, gestörte Resonanz wieder in Einklang bringen.
👉 Welche Techniken wendet ihr in Bezug auf die "Liebe als Heilkraft" an?




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