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WISSEN

Pyschologie

In der Welt des geistigen Heilens wird oft betont, dass Heilung weit über den physischen Körper hinausgeht — sie betrifft das innere Bewusstsein, das emotionale Erleben und die Verbindung zwischen Körper, Seele und Geist. Auch wenn spirituelle Kraft, Energie oder transzendente Dimensionen im Fokus stehen bleibt unübersehbar: Menschen sind geistig-seelische Wesen. Ihre Gedanken, Gefühle, Überzeugungen und ihre innere Dynamik prägen, wie sie Heilung erfahren oder blockieren. Je besser Geistheiler psychische Dynamiken verstehen, desto feiner, mitfühlender und effektiver können sie intervenieren. Wer den Menschen in seiner Ganzheit begegnet — Körper, Seele und Geist — gewinnt Zugang zu einem tieferen Heilungspotential.

 

Empathie & Beziehung

Die therapeutische Wirkung vieler Heilprozesse hängt nicht zuletzt davon ab, wie sicher und gesehen sich der Heilungssuchende fühlt. Psychologische Kenntnisse ermöglichen es dem Heiler, Beziehungssignale zu deuten, emotionale Widerstände zu spüren und angemessen darauf einzugehen.

Verstehen von inneren Blockaden & psychischen Mustern

Krankheit und Leid sind oft nicht nur körperlich, sondern tragen seelische Komponenten: Traumata, unbewusste Konflikte oder Glaubenssätze können den Zugang zur Heilung blockieren. Wer psychologisch geschult ist, kann verdeckte Hindernisse erkennen und behutsam in den Heilprozess integrieren.

Wirkmechanismen zwischen Körper und Seele

In Studien zum geistigen Heilen wird deutlich, dass psychische Zustände – Erwartung, Suggestibilität, Vertrauen – mit physiologischen Reaktionen korrelieren.

Wer die Zusammenhänge von Stress, Emotionen, autonomen Reaktionen und Heilung kennt, kann seine energetischen Interventionen klüger und sensitiv dosieren.

Integrative Perspektive & professionelle Seriosität

Ein Geistheiler, der nicht nur spirituelle Tools beherrscht, sondern auch psychologische Kompetenz zeigt, stärkt seine Glaubwürdigkeit – sowohl gegenüber Klienten als auch in Schnittstellen zur Gesundheits- und Heilberatungslandschaft.

Nachhaltigkeit & Begleitung über die Heilstunde hinaus

Heilung ist oft ein Prozess, kein Moment. Psychologische Begleitung unterstützt, dass Veränderungen im Alltag stabilisiert werden – Gedankenmuster transformiert, Rückfälle verstanden und neue Wege verankert werden.

Freier Wille
4-Ohren-Modell

Freier Wille

Die Frage, ob der Mensch über einen echten freien Willen verfügt oder ob unser Denken und Handeln durch innere und äußere Kräfte determiniert sind, beschäftigt Philosophie, Psychologie und Spiritualität seit Jahrhunderten.

 

In der Alltagserfahrung empfinden wir uns meist als Handelnde, die zwischen Optionen wählen können – doch die neueren Erkenntnisse der Hirnforschung, der Psychologie und der philosophischen Reflexion stellen dieses Selbstverständnis zunehmend in Frage.

Für Geistheiler ist dieses Thema nicht abstrakt oder akademisch – es berührt das Herz ihrer Arbeit:

Wie viel Raum hat der Klient, sein Leben aktiv zu gestalten? Inwieweit kann Heilung durch bewusste innere Entscheidung gefördert werden?

Wie wirkt ein Heiler, wenn ein Teil des seelischen Prozesses gar nicht „frei gewählt“, sondern unbewusst gesteuert werden?

Samen einer Pusteblume (Löwenzahn) - Achäne
Buch - Wissen - Geistheilung

Der Einfluss des Unterbewusstseins

Unbewusste Entscheidungen

Viele Entscheidungen werden nicht bewusst getroffen, sondern durch tief sitzende Glaubenssätze, emotionale Automatismen oder innere Blockaden beeinflusst. Diese „unsichtbaren Hände“ lenken unser Denken und unsere Gefühle oft stärker, als wir es wahrnehmen. Für Heilung bedeutet das: Selbst wenn ein Klient äußerlich die Freiheit besitzt, sein Leben zu verändern, können innere Zwänge und unbewusste Muster diesen Weg versperren.

Determinismus vs. Freiheit

Manche Theorien vertreten, dass alle Ereignisse – auch in unserem Gehirn – Ursache und Folge sind: Gedanken, Gefühle, Entscheidungen seien letztlich Resultate von biochemischen Prozessen, genetischer Veranlagung, Umwelt und früheren Erfahrungen. In dieser Sicht ist „echte Freiheit“ eine Illusion.
Andere Modelle – insbesondere der sogenannte Kompatibilismus – erlauben einen Mittelweg: Menschen handeln zwar innerhalb von Grenzen, und viele Impulse sind kausal determiniert, doch sie können dennoch im Rahmen dieser Bedingungen bewusste Entscheidungen treffen.

Der Weg zum Bewusstsein
Buch - Wissen - Geistheilung

Bedeutung für die Geistheilung

  • Verständnis für Widerstände und Selbstsabotage
    Wenn Heilung nicht „einfach geschieht“, trotz Kraft und Intention, dann liegt oft ein Konflikt zwischen bewusster Heilabsicht und unbewussten Mustern vor. Da viele Entscheidungen von unbewussten Mustern geprägt sind, ist die Arbeit mit Überzeugungen, Prägungen, emotionalen Dynamiken zentral. Der Geistheiler sollte nicht nur energetisch wirken, sondern auch psychologisch: Überzeugungen transformieren und Innenprozesse mit einbeziehen.

  • Stärkung der Eigenverantwortung des Klienten
    Heilung ist nicht nur etwas, das für den Klienten geschieht, sondern auch etwas, das durch ihn geschieht. Wenn ein Klient erkennt, dass er zumindest innerhalb eines Spielraums Mitentscheidungen treffen kann, stärkt das sein Selbstbewusstsein und seine aktive Mitwirkung im Heilungsprozess. Das Element des freien Willens kann zu mehr innerer Beteiligung und Nachhaltigkeit in der Heilung führen.

  • Feinere Intervention – zwischen Führung und Freiheit
    Ein Geistheiler muss oft eine Balance finden: Führung geben (Impulse, Impulse setzen) und gleichzeitig den Klienten nicht in eine Rolle der passiven Empfänglichkeit drängen. Wenn ein Geistheiler weiß, dass viele innere Impulse schon laufen, bevor das Bewusstsein sich einschaltet, kannst er mit mehr Geduld und Flexibilität arbeiten. Manche Blockaden lassen sich nicht in einem Impuls „wegheilen“ – sie brauchen schrittweise Bewusstmachung und Modifikation.

  • Verankerung nachhaltiger Veränderungen
    Heilung, die nur energetisch oder symbolisch wirkt, ohne dass der Klient innerlich Entscheidungsschritte vollzieht, läuft Gefahr, sich zu verflüchtigen. Wenn der Klient bewusst mitgestaltet, ist die Wirkung stabiler und integrierter im Alltag. 

  • Integrative Betrachtung des Menschen
    Ein Geistheiler, der den freien Willen als möglich betrachtet – selbst wenn begrenzt – begegnet dem Menschen nicht als passives „Rezeptionsobjekt“, sondern als Mitwirkenden in seiner Heilung. Das Wissen um neuronale Vorentscheidungen mahnt zur Demut: Der Heiler kann Impulse und Hilfen geben, aber nicht über den freien Raum hinaus steuern. Respekt und Freiheit des Klienten bleiben zentral. Dies entspricht einer ganzheitlichen Sicht, in der energetisches, seelisches und geistiges Wirken zusammenspielen.

Buch - Wissen - Geistheilung

Freier Wille im Buddhismus

Abhängiger Wille

Der Buddhismus erkennt zwar keinen "unabhängigen" freien Willen an, bejaht jedoch einen „abhängigen“ freien Willen. Dies bedeutet, dass Menschen Entscheidungen treffen können, die jedoch durch früheres Karma und gegenwärtige Umstände beeinflusst werden. Es wird anerkannt, dass es Grenzen für den freien Willen gibt; bestimmte Aspekte des Lebens, wie genetische Anlagen oder frühere karmische Einflüsse, können die Entscheidungsfreiheit einschränken.


Moralische Konsequenzen

Im Buddhismus wird die Absicht, die einer Handlung zugrunde liegt, als entscheidend für die karmischen Konsequenzen angesehen. Der Buddha sagte: „Es ist die Absicht/Intention (Cetana), die ich als Karma bezeichne“. Dies bedeutet, dass nicht nur die Handlung selbst, sondern vor allem die Motivation hinter der Handlung bestimmt, ob sie als gut oder schlecht klassifiziert wird.

Buch - Wissen - Geistheilung

Spielräume

Bewusstwerden vs. Entscheiden

Ein wichtiger Aspekt ist zu unterscheiden: das Entscheiden an sich (unbewusste neuronale Prozesse) und das Bewusstwerden der Entscheidung. Es kann sein, dass viele Prozesse unbewusst beginnen und erst später ins Bewusstsein gelangen.

„Point of no return“

Forschung deutet darauf hin, dass es einen Zeitpunkt gibt, ab dem neuronale Vorentscheidungen nicht mehr rückgängig gemacht werden können – einen „point of no return“. Vor diesem Punkt kann der bewusste Geist noch intervenieren, modifizieren oder stoppen.

Einfluss unbewusster Prozesse

Ein Großteil unseres Denkens, Fühlens und Handelns wird von unbewussten oder automatisch ablaufenden Prozessen beeinflusst: Gewohnheiten, Glaubenssätzen, emotionalen und Impulsen aus dem Umfeld etc. Diese wirken wie Rahmenbedingungen oder Schieberegler, in denen das bewusste Ich (der Wille) agiert.

Buch - Wissen - Geistheilung

Willensfreiheit vs. Handlungsfreiheit

Willensfreiheit

Willensfreiheit bezieht sich auf die Freiheit, Wünsche und Absichten zu bilden, unabhängig davon, ob man die Möglichkeit hat, diese auch in die Tat umzusetzen (innere Freiheit der Entscheidung). Es ist die Fähigkeit, zu wollen, was man möchte, ohne äußere Einschränkungen. Diese Art der Freiheit bleibt auch in Situationen bestehen, in denen Handlungen eingeschränkt sind, wie etwa in Gefangenschaft.

Handlungsfreiheit

Handlungsfreiheit hingegen beschreibt die tatsächliche Fähigkeit, nach eigenen Wünschen zu handeln. Sie umfasst die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen und diese aktiv umzusetzen, ohne durch äußere Hindernisse beeinträchtigt zu werden. Handlungsfreiheit erfordert also sowohl den Willen als auch die Möglichkeit zur Ausführung (äußere Freiheit der Umsetzung).

Das 4-Ohren-Modell

Jede Begegnung zwischen Heiler und Klient ist in erster Linie eine Begegnung durch Sprache — durch Worte, Tonfall, Gesten und Schweigen. Doch Kommunikation ist nie eindimensional: Wir senden ständig mehr mit als wir bewusst wollen, und wir empfangen oft mehr, als uns bewusst ist.

 

Das 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun (auch „Vier-Seiten-Modell“ oder „Kommunikationsquadrat“) zeigt, dass jede Botschaft immer auf vier Ebenen wirksam ist: Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung und Appell. 

 

Für Geistheiler ist dieses Modell kein bloßes theoretisches Werkzeug – es ist eine Landkarte, um Kommunikationsfelder zu verstehen, Missverständnisse zu vermeiden und Heilräume zu gestalten, in denen bewusstes und unbewusstes Mitwirken sichtbar werden kann.

Reden - Zuhören - Kommunikation - Missverständnisse

Willensfreiheit

Willensfreiheit bezieht sich auf die Freiheit, Wünsche und Absichten zu bilden, unabhängig davon, ob man die Möglichkeit hat, diese auch in die Tat umzusetzen (innere Freiheit der Entscheidung). Es ist die Fähigkeit, zu wollen, was man möchte, ohne äußere Einschränkungen. Diese Art der Freiheit bleibt auch in Situationen bestehen, in denen Handlungen eingeschränkt sind, wie etwa in Gefangenschaft.

Handlungsfreiheit

Handlungsfreiheit hingegen beschreibt die tatsächliche Fähigkeit, nach eigenen Wünschen zu handeln. Sie umfasst die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen und diese aktiv umzusetzen, ohne durch äußere Hindernisse beeinträchtigt zu werden. Handlungsfreiheit erfordert also sowohl den Willen als auch die Möglichkeit zur Ausführung (äußere Freiheit der Umsetzung).

Buch - Wissen - Geistheilung

Ebenen des 4-Ohren-Modells

1. Sachinhalt

Diese Ebene enthält die reinen Informationen (Fakten und Daten) einer Nachricht. Hier geht es darum, worüber informiert wird. Es wird bewertet, ob die Informationen wahr, relevant und ausreichend sind. Zum Beispiel könnte die Aussage „Die Ampel ist grün“ nur als Tatsache kommunizieren werden, dass die Ampel tatsächlich grün ist.

2. Selbstoffenbarung

Hier gibt der Sender unbewusst und bewusst Informationen, Gefühle, Werte oder Bedürfnisse über sich selbst preis. Im obigen Beispiel könnte der Sender damit ausdrücken: „Ich habe es eilig“.

3. Beziehungshinweis

Diese Ebene reflektiert, wie der Sender zum Empfänger steht bzw. welche Beziehung zwischen den beiden besteht. Dies geschieht durch Tonfall, Mimik und Gestik und beeinflusst das Gefühl des Empfängers bezüglich Wertschätzung oder Ablehnung.

4. Appell

Hierbei handelt es sich um die Intention des Senders, also was er beim Empfänger erreichen möchte. Dies kann ein Wunsch, eine Aufforderung oder eine Bitte sein. Im obigen Beispiel könnte der Appell lauten: „Fahr jetzt los!“

Was wir hören - 4 Ohren Modell

Geistheilung & 4-Ohren-Modell

 

1. Mehrschichtige Wahrnehmung von Botschaften des Klienten

Ein Klient drückt oft nicht nur mit den Worten sein Problem aus, sondern auch durch Emotion, Tonfall, Pausen, Körpersprache. Ein Heiler, der nur auf den Sachinhalt achtet, übersieht möglicherweise die unbewussten Bezüge, Beziehungen oder innere Appelle.

2. Heilungsdialogen mit Klarheit begegnen

In Heilprozessen herrscht manchmal Verwirrung, Widerspruch oder Schmerz, die sich in Aussagen mischen: Ein Klient sagt z. B. „Ich will gesund sein“, aber vielleicht „hört“ er in deiner Formulierung ein Urteil („Du bist krank“). Das 4-Ohren-Modell hilft dir zu erkennen, wo deine Worte möglicherweise andere Ebenen berühren als beabsichtigt.

3. Feinsinnige Intervention – Einladung statt Bevormundung

Wenn du bewusst auf die vier Ebenen achtest, kannst du deine Worte so wählen, dass sie weniger Druck ausüben (Appell fein dosiert), mehr Raum geben für Selbstausdruck, und gleichzeitig auf Beziehung Ebene eine vertrauensvolle Verbindung stiften.

4. Entwirrung innerer Konflikte

Oft sind Heilblockaden in inneren Stimmen verborgen: etwa ein negativer Selbstwert („Ich darf nicht gesund sein“) oder ein widersprüchlicher innerer Appell. Mit dem Blick auf die vier Ebenen lassen sich solche Stimmen besser identifizieren, benennen und bearbeiten – energetisch oder therapeutisch.

5. Schutz vor Projektion & Übertragung

Als Heiler bist du nicht nur Sender, sondern auch Empfänger vieler Botschaften. Das Wissen um die vier Ebenen schärft deine Sensibilität dafür, was du hörst – und ob du eigene Relationsthemen (Beziehungsohr) hineinlegst oder überinterpretierst.

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Dr. med. Martin Teschner


E-mail: martin@dr-teschner.de

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