Auf dem Balkon von Horst – ein Gecko beginnt, Physik zu verstehen
- Martin T
- vor 3 Tagen
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Aktualisiert: vor 4 Stunden

Auf dem Balkon von Horst – ein Gecko beginnt, Physik zu verstehen
Ich bin ein Gecko.
Und wenn die Sonne die Balkonkästen von La Paz,
hoch über dem Playa Martiánez, angenehm erwärmt,
werde ich aktiv.
Während die anderen Geckos jagen oder sich sonnen,
klettere ich zu Horsts Balkon hinauf –
den mit dem Blick zum Teide.
Dort oben entstehen Gespräche,
die sogar für einen Gecko faszinierend sind.
Ich erinnere mich an Thomas –
einen Mann mit Kamera und vielen Fragen.
Horst erzählte einmal,
dass er seit vielen Jahren Menschen zur Spiritualität,
Heilung und Bewusstsein interviewt.
Ein Brückenbauer – das hatte ich sofort verstanden.
Wer einmal heilen möchte – so wie ich –
braucht eine feine Wahrnehmung für Resonanz,
Dissonanzen und die Schwingungen dazwischen.
Hier habe ich das schon oft gelernt.
Menschen sprechen auf diesem Balkon über Themen,
die es in meiner Gecko-Welt durchaus gibt,
die ich aber anders erlebe und benenne:
Felder, Energie – sogar Physik.
Mit meinem Wunsch im Herzen,
eines Tages energetischer Heiler zu werden,
lausche ich besonders aufmerksam.
So entsteht nach und nach ein Verständnis,
das sogar in mir wachsen kann.
Heute spricht Horst mit Anton
Anton erforscht Photonen und Quanten.
Horst widmet sich seit Jahrzehnten
Bewusstsein, Wahrnehmung und energetischen Felder.
Wenn die beiden reden,
fühlt es sich an,
als würden ihre Welten ineinandergreifen.
Ich sitze im Blumenkasten,
zwischen den Kakteen,
hellwach.
Früher mochte ich Physik nicht –
viel zu theoretisch für einen Gecko.
Doch wenn Horst erklärt,
wird selbst Komplexes klar.
„Der Raum ist nicht leer.“
Horst sagt ruhig:
„In der Heilarbeit erleben wir den Raum als Informationsfeld,
mit dem wir in Resonanz treten.“
Anton ergänzt:
„Auch physikalisch ist Raum nie leer.
Atome bestehen fast vollständig aus Raum,
aber dieser ist voller Struktur:
elektromagnetische Felder, Wahrscheinlichkeiten, Energie.“
Ich übersetze das in Gecko-Sprache:
Wärme im Putz
Vibrationen, wenn jemand geht
Lichtwechsel
Düfte kleiner Insekten.
Andere Worte – gleiche Bedeutung:
Hinweise auf Muster.
Warum kann man dann nicht durch uns hindurchsehen?
Ich wundere mich:
"Wenn Atome fast nur aus Raum bestehen —
warum ist dann niemand durchsichtig?"
Anton greift die Frage auf:
„Weil Licht mit den Elektronenfeldern unserer Atome reagiert.
Es wird nicht einfach hindurchgelassen,
sondern gestreut, aufgenommen oder reflektiert.
Was wir sehen, ist keine feste Substanz,
sondern die Antwort eines Körpers auf Licht.“
Horst macht es anschaulich:
"Das ist wie mit Staub im Sonnenstrahl:
Die Körnchen sind winzig und unsichtbar.
Trifft Licht darauf, wird ein Teil reflektiert
und gelangt in unsere Augen.
Wir sehen also nicht den Staub,
sondern das reflektierte Licht,
das auf unserer Netzhaut landet
und im Gehirn zu einem Bild
schwebender Partikel verarbeitet wird.
Wahrnehmung ist Interpretation –
kein direkter Blick auf die Wirklichkeit."
In diesem Moment verstehe ich:
Ich nehme nicht Objekte wahr –
sondern die Reize, die aus ihren Wechselwirkungen
mit Licht, Wärme und Bewegung entstehen.
Meine Sinnesorgane erfassen Signale,
doch erst das Gehirn macht Wahrnehmung daraus.
Resonanz – wo Heilen und Physik sich berühren
Horst sagt:
„Energetische Heiler arbeiten im Informationsfeld eines Menschen.
Sie erkennen Dissonanzen, lange bevor etwas medizinisch messbar wird.
Viele kennen dieses Gefühl:
Der Arzt findet nichts – aber etwas stimmt nicht.
Ein Heiler unterstützt den Körper dabei,
seine natürliche Ordnung wiederzufinden.“
Anton nickt nachdenklich.
„Der Begriff Resonanz passt erstaunlich gut :
In der Physik bedeutet er,
dass zwei Systeme stark aufeinander reagieren,
wenn ihre Frequenzen sich treffen."
Der Mechanismus – Empfänglichkeit für feinste Signale –
ist vergleichbar.“
Dann:
„Was ihr ‚Feld‘ nennt,
würden wir Physiker als Muster von Informationen
innerhalb eines Systems beschreiben.“
Horst ergänzt.
„Und unser Nervensystem reagiert auf diese Muster
lange bevor uns etwas bewusst wird –
genau wie bei einer Stimmung im Raum.“
Anton lächelt:
„So erklärt, kann ich gut folgen.
Andere Sprache – ähnliche Logik.“
Infobox – Physik für energetische Heiler
Photonen
Lichtteilchen, die Energie & Information transportieren.
Felder
Physikalische Felder (elektrisch, magnetisch, biologisch)
strukturieren Raum und Verhalten.
Energetische Felder beschreiben das Gleiche
auf subjektiver Ebene:
Ordnungsräume, die Muster formen.
Verschränkung
Zwei Teilchen bleiben miteinander verbunden.
In der Energetik ein Bild für Verbundenheit –
kein Mechanismus, sondern Hinweis darauf,
dass Systeme Beziehungen bilden.
Quantenteleportation
Nur der Zustand eines Teilchens wird übertragen.
Information bewegt sich – nicht Materie.
Ein Hinweis darauf, dass Information wirksam sein kann,
ohne physischen Kontakt.
Was bedeutet das für energetische Heiler?
Physiker und Energetiker sprechen unterschiedliche Sprachen –
arbeiten aber beide damit, dass:
Die Welt strukturiert und nicht leer ist,
Felder die Wahrnehmung und Ordnung bestimmen,
Information grundlegender sind als Materie,
Verbundenheit real ist und
Resonanz Muster gestaltet.
Das eröffnet echten Dialog
zwischen Heilern, Medizin und Wissenschaft.
Am Ende suchen wir alle dieselbe Ordnung.
Horst sagt:
„Ob Heiler, Arzt, oder Physiker –
wir wollen verstehen, wo Ordnung entsteht
und was sie aus dem Gleichgewicht bringt.
Anton ergänzt:
„Je genauer wir hinschauen,
desto klarer wird:
Es geht immer um Beziehungen.“
In meiner Welt zeigen mir Wärme,
Vibration und Licht,
wo etwas stimmig ist –
und wo nicht.
Vielleicht beginnt Heilung genau dort:
wo wir diesen Signalen Aufmerksamkeit schenken.
Mein Traum
Manchmal stelle ich mir vor,
ich könnte selbst Gäste einladen,
so wie Horst.
Heiler, Ärzte, Forscher, Suchende.
Vielleicht ist das eines Tages möglich.
Gedanken öffnen Wege zu Potenzialen,
die im Feld längst angelegt sind.
Ich denke an die Donnerstagsseminare,
in denen Horst abends Fragen beantwortet.
Der Raum liegt zur Atlantikseite.
Nach Sonnenuntergang kühlt es dort rasch ab.
Für einen Gecko wird die Luft dann so kalt,
dass meine Bewegungen langsam werden —
vielleicht zu langsam um heimzukommen.
Darum war ich noch nie dort.
Aber oft frage ich mich,
welches Wissen dort auf mich wartet.
Ich bleibe im warmen Balkonkasten
Horst und Anton sprechen weiter.
Die Sonne wärmt den Balkonkasten gleichmäßig —
ideal für meine Schuppen.
Ein Insekt fliegt vorbei,
Ich lasse es ziehen.
Heute zählt nur Aufmerksamkeit.
Wahrnehmen.
Lernen.
Träumen.
Dabei formt sich ein klarer Wunsch:
Wenn die Zeit reif ist,
möchte ich etwas von dem weitergeben,
was ich hier erfahren durfte –
aus Dankbarkeit und Verbundenheit.
Auf Horsts Balkon in La Paz.
Leise, fast wie ein Gebet, spreche ich:
„Algún día seré un pequeño sanador energético
y continuaré, a mi manera, lo que aquí comenzó.“
Und für alle, die es auf deutsch fühlen möchten:
„Eines Tages werde ich ein kleiner energetischer Heiler sein
und auf meine Weise weiterführen,
was hier begonnen hat.“




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