WISSEN
Medizin
WISSEN
Medizin im Einklang
Energetisches Heilen arbeitet auf einer feinstofflichen Ebene, hat aber immer auch Auswirkungen auf den physischen Körper. Das Wissen über den Körper macht die geistige Heilung präziser, verantwortungsvoller und wirksamer. Ein Heiler, der die Körperstrukturen kennt, kann Energie präziser lenken. Dies ermöglicht eine klare Intention und damit eine wirksamere Heilbehandlung:
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Er weiß, welcher Bereich energetisch unterstützt werden sollte.
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Er kann Störfelder besser lokalisieren (z.B. Herzchakra in Beziehung zum Herz-Kreislauf-System, Solarplexus zu den Verdauungsorganen).
Wenn ein Heiler die Aufgaben von Organen kennt, kann er energetische Zusammenhänge besser verstehen:
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Wie emotionale Themen mit bestimmten Organen korrespondieren (z.B. Wut mit der Leber, Loslassen mit dem Dickdarm, Verdauung der tgl. Eindrücke mit dem Magen).
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Wie Energieblockaden beim Klienten körperlich spürbar werden.
Kronen-Chakra
Das Kronen-Chakra, auch Sahasrara genannt, ist das siebte und höchste Chakra im Chakra-System. Es befindet sich am Scheitelpunkt des Kopfes. Es repräsentiert das höchste geistige Verständnis und die Fähigkeit, sich mit dem Göttlichen oder dem universellen Bewusstsein zu verbinden.
Wenn das Kronen-Chakra geöffnet und im Gleichgewicht ist, erleben wir ein Gefühl von innerer Ruhe, tiefem Frieden und einem klaren Bewusstsein für unser wahres Selbst. Wir fühlen uns verbunden mit allem, was ist, und haben Zugang zu höheren Weisheiten und einer tieferen Perspektive auf das Leben.
Wenn das Kronen-Chakra blockiert oder unausgeglichen ist, kann es zu Gefühlen von Isolation, Sinnverlust oder spiritueller Leere kommen. Körperliche Beschwerden können sich als Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Problemen mit dem Nervensystem äußern.


Hypothalamus
Funktionen
Der Hypothalamus ist das zentrale, übergeordnete Steuerungssystem des vegetativen Nervensystems und liegt im Zwischenhirn (Diencephalon). Er ist stark mit der Hypophyse vernetzt und spielt eine wichtige Rolle für die Regulation des endokrinen Systems. Das endokrine System ist ein komplexes Netzwerk von Hormondrüsen (endokrine Drüsen) und Organen, das für die Regulation zahlreicher Körperfunktionen durch Produktion und Ausschüttung von Hormonen verantwortlich ist. Diese Hormone wirken als chemische Botenstoffe, die in den Blutkreislauf abgegeben werden und spezifische Zielzellen oder Organe beeinflussen.
Homöostase aufrechterhalten
Der Hypothalamus ist verantwortlich für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes der physiologischen Körperfunktionen (Homöostase), einschließlich der Regulation von Temperatur, Blutdruck und pH-Wert des Blutes. Diese Funktionen sind entscheidend für das Überleben und die Anpassung an Umweltveränderungen.
Regulation von Hunger und Durst
Er steuert die Nahrungs- und Wasseraufnahme, indem er Signale empfängt und verarbeitet, die den Energie- und Flüssigkeitsstatus des Körpers widerspiegeln. Der Hypothalamus beeinflusst das Gefühl von Hunger und Durst durch spezifische neuronale und hormonelle Mechanismen.
Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus
Der Hypothalamus spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des circadianen Rhythmus, was bedeutet, dass er den Schlaf-Wach-Zyklus steuert und somit den Körper auf Tag- und Nachtwechsel vorbereitet.
Hormonelle Regulation
Der Hypothalamus produziert verschiedene Hormone, die entweder die Hypophyse stimulieren oder hemmen. Dazu gehören Releasing-Hormone wie Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) für die Sexualfunktionen und Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH) für die Stressreaktion sowie Inhibiting-Hormone wie Somatostatin.
Kontrolle des Sexualverhaltens
Er beeinflusst auch das Sexualverhalten durch die Regulierung von Sexualhormonen und anderen neurochemischen Signalen.
6. Schmerzmodulation
Der Hypothalamus ist an der Modulation von Schmerz beteiligt, indem er auf Schmerzreize reagiert und entsprechende hormonelle Antworten steuert
Anatomie
Der Hypothalamus ist eine bohnenförmige Gestalt und misst etwa 3cm×1,5cm×1,5cm. Er befindet sich im vorderen Bereich des Zwischenhirns (Diencephalon), unterhalb des Thalamus und medial vom dritten Ventrikel. Das Zwischenhirn ist die Fortsetzung des Hirnstamms in Richtung des Großhirns.
Er ist durch den Sulcus hypothalamicus vom Thalamus getrennt und über den Hypophysenstiel (Infundibulum) mit der Hypophyse verbunden, die in der Sella turcica der Schädelbasis liegt. Diese Verbindung ist wichtig für die hormonelle Regulation. Die Hauptfunktion des Thalamus besteht darin, nahezu alle sensorischen Informationen (außer Geruchsinformationen) aufzunehmen, zu verarbeiten und an spezifische Bereiche der Großhirnrinde weiterzuleiten. Deshalb wird der Thalamus oft als „Tor zum Bewusstsein“ bezeichnet.
Die Sella turcica ist eine knöcherne Struktur im menschlichen Schädel, die sich im Inneren des Keilbeins (Os sphenoidale) befindet. Sie dient als „bony seat“ für die Hypophyse, was bedeutet, dass sie einen schützenden Raum für diese wichtige Drüse bietet.
Der Hypothalamus enthält mehrere wichtige Kerngebiete, die in drei Gruppen unterteilt werden. Die Kerngebiete sind für verschiedene Funktionen verantwortlich, darunter die Regulation der Körpertemperatur, des Hunger- und Durstgefühls sowie des Sexualverhaltens.


Hippocampus
Funktionen
Der Hippocampus ist eine paarige Hirnstruktur, die zum limbischen System gehört. Er befindet sich im medialen Temporallappen des Gehirns und ist Teil des Archicortex, einer der ältesten Hirnstrukturen. Er gilt als Schaltstelle zwischen Kurz- und Langzeitgedächtnis, wo Inhalte aus dem Kurzzeitgedächtnis – je nach Bedeutung – in das Langzeitgedächtnis übernommen, gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen werden können.
Gedächtnisbildung
Als wichtiger Teil des limbischen Systems ist der Hippocampus vor allem an der Bildung und Aufrechterhaltung von Gedächtnisinhalten sowie an Lernprozessen beteiligt. Er ermöglicht die Überführung von Gedächtnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Im Rahmen der Gedächtnisbildung arbeitet der Hippocampus als eine Art Zwischenspeicher des Gehirns.
Emotionale Bewertung
Der Hippocampus dient als zentraler Teil des limbischen Systems der Steuerung der Affekte. Hier sitzt das Zentrum der emotionalen Äußerungen wie Wut, Angst und Freude. Er ermöglicht die emotionale Bewertung von Eindrücken und die Verknüpfung dieser mit verschiedenen Gefühlen.
Sensorische Verarbeitung
Im Hippocampus fließen Informationen verschiedener sensorischer Systeme zusammen, die verarbeitet und von dort zum Cortex zurückgesandt werden. Er ist ein Integrationszentrum für Informationen aus Sinnessystemen, die eine Vielzahl von Sinnesmodalitäten aufnehmen.
Räumliche Orientierung
Der Hippocampus ermöglicht es, sich in bekannten und neuen Umgebungen zurechtzufinden
Anatomie
Gyrus dentatus
Er bildet den distalen Teil des "Schwanzes", wenn man die eingerollte Rindenstruktur des Hippocampus mit einem Seepferdchen vergleicht.
Cornu ammonis (Ammonshorn)
Auch als Hippocampus proprius bekannt, besteht aus den Feldern CA1 bis CA4, wobei CA1 und CA3 die Regionen von anatomischer und funktioneller Bedeutung sind.
Subiculum
Es ist der Übergangsbereich vom dreischichtigen Hippocampus zum sechsschichtigen Neocortex und liegt zwischen der CA1-Region des Ammonshorns und dem Cortex entorhinalis.
Der Hippocampus grenzt seitlich an das Unterhorn des Seitenventrikels und rostral an den Corpus amygdaloideum. Das kaudale Ende des Corpus callosum (Balken) stellt die hintere obere Begrenzung dar. Der Hippocampus zieht mit dem Fornix unterhalb des Balkens in einem Bogen zu den Corpora mamillaria.


Thalamus
Funktionen
Der Thalamus ist eine zentrale Struktur im menschlichen Gehirn, die den größten Teil des Zwischenhirns (Diencephalon) ausmacht. Er spielt eine entscheidende Rolle bei der Verarbeitung und Weiterleitung von sensorischen Informationen, die Fähigkeit, äußere und innere Reize wahrzunehmen, an die Großhirnrinde und wird oft als das "Tor zum Bewusstsein" bezeichnet. Der Thalamus fungiert als Hauptfilter für alle Sinneseindrücke, mit Ausnahme des Geruchssinns. Er verarbeitet Informationen aus der Peripherie und leitet diese an die entsprechenden Bereiche der Großhirnrinde weiter. Diese Funktion ist entscheidend für die bewusste Wahrnehmung von Reizen wie Berührungen, Temperaturen und Schmerzen.
Sensorische Verarbeitung
Filterfunktion
Der Thalamus entscheidet, welche sensorischen Eindrücke (sehen, hören, fühlen, schmecken) ins Bewusstsein gelangen. Er filtert unwichtige Informationen heraus, sodass nur relevante Sinneseindrücke an die Großhirnrinde weitergeleitet werden.
Umschaltstation
Fast alle sensorischen Informationen (außer dem Geruchssinn) werden im Thalamus umgeschaltet. Zum Beispiel werden visuelle Informationen über das Corpus geniculatum laterale und auditive Informationen über das Corpus geniculatum mediale an die entsprechenden Rindenareale weitergeleitet.
Motorische Funktionen
Verknüpfung mit Basalganglien und Kleinhirn
Der Thalamus ist auch an motorischen Funktionen beteiligt, indem er Informationen von den Basalganglien und dem Kleinhirn an den motorischen Cortex weitergibt. Die ventral-anterioren und ventral-lateralen Kerne sind besonders wichtig für diese Funktion.
Kognitive und emotionale Regulation
Aufmerksamkeit und Bewusstsein
Der Thalamus spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung von Aufmerksamkeit und Bewusstsein. Er ist Teil des retikulären aktivierenden Systems (ARAS), das für den Schlaf-Wach-Zyklus und die gerichtete Aufmerksamkeit verantwortlich ist. Diese Funktionen ermöglichen es dem Gehirn, sich auf relevante Reize zu konzentrieren.
Integration sensorischer Informationen
Der Pulvinar-Kern des Thalamus integriert sensorische Informationen aus verschiedenen Hirnregionen und projiziert sie zurück zu diesen Bereichen, was eine komplexe Verarbeitung ermöglicht
Anatomie
Der Thalamus hat eine Größe von etwa 3 x 1,5 x 1,5 cm und liegt oberhalb des Hypothalamus. Seine medialen Flächen bilden die Seitenwände des dritten Ventrikels, während die lateralen Flächen an die Capsula interna grenzen. Der Thalamus besteht aus zwei symmetrischen Hälften, die durch eine dünne Bindegewebsbrücke, die Adhaesio interthalamica, verbunden sind. Diese Struktur enthält über 100 verschiedene Kerngebiete (Nuclei), die in spezifische und unspezifische Kerngruppen unterteilt werden. Die spezifischen Kerne sind direkt mit klar definierten Bereichen der Großhirnrinde verbunden und leiten sensorische Informationen weiter, während die unspezifischen Kerne eine Rolle in der allgemeinen Erregung und Aufmerksamkeit spielen

Stirn-Chakra
Das Stirn-Chakra, auch als drittes Auge bekannt, ist das sechste Chakra im System der sieben Hauptchakren und befindet sich in der Mitte der Stirn, leicht oberhalb der Augenbrauen. Es ist mit der Farbe Indigo und dem Element Licht verbunden.
Das Stirn-Chakra wird oft als Zentrum der Intuition, Weisheit und des höheren Bewusstseins beschrieben. Es ist der Sitz für unsere Wahrnehmung und unser geistiges Verständnis und spielt eine entscheidende Rolle bei unserer Fähigkeit, Klarheit, Intuition und spirituelle Einsichten zu entwickeln. Es steht auch in Verbindung mit der geistigen Wahrnehmung, dem Verstand und der Vorstellungskraft.
Ein ausgeglichenes Stirn-Chakra fördert ein scharfes Urteilsvermögen, die Fähigkeit, tiefere Wahrheiten zu erkennen und sich mit höherem Wissen zu verbinden.
Wenn dieses Chakra blockiert oder unausgewogen ist, kann dies zu Problemen wie Verwirrung, Angst, Schlafstörungen oder einer eingeschränkten Wahrnehmung der Realität führen.


Zirbeldrüse
Hauptfunktion
Produktion von Melatonin
Die Netzhaut des Auges empfängt Lichtsignale (wie der Film in einer Kamera) und leitet diese an den Sehnerv weiter. Bei Helligkeit wird die Produktion von Melatonin, über eine Gruppe von Nervenzellen im Hypothalamus (SCN), in der Zirbeldrüse gehemmt und bei Dunkelheit aktiviert. Melatonin signalisiert dem Körper, dass es Zeit zum Schlafen ist und hilft dadurch, den circadianen Rhythmus zu steuern. Es wird in der Leber abgebaut und danach über den Harnweg ausgeschieden.
Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus
Der Hypothalamus enthält den Nucleus suprachiasmaticus (SCN), der als die "innere Uhr" des Körpers fungiert. Er erhält Lichtsignale von den Photorezeptoren der Retina und synchronisiert die zirkadianen Rhythmen des Körpers durch die Lichtverhältnisse unserer Umgebung. Bei Dunkelheit aktivieren die Signale des SCN die Zirbeldrüse zur Produktion von Melatonin.
Melatonin spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung der Schlafqualität und des Biorhythmus.
Einfluss auf die Sexualität
Melatonin hat eine bedeutende Rolle in der sexuellen Entwicklung und kann hormonelle Prozesse steuern, die für die Pubertät und die sexuelle Reifung entscheidend sind. Eine Fehlfunktion der Zirbeldrüse kann zu Störungen in der sexuellen Entwicklung führen, wie etwa zu sexueller Frühreife oder Verzögerungen in der Geschlechtsentwicklung. Melatonin kann in diesem Kontext als regulatorisches Hormon betrachtet werden, das nicht nur den Schlaf beeinflusst, sondern auch die Libido. Studien haben gezeigt, dass ein Mangel an Melatonin mit einem Rückgang des Stärkung des Immunsystems
Melatonin spielt eine Rolle bei der Feinabstimmung und Koordination von Immunantworten. Es hilft dem Körper, sich gegen Bedrohungen wie Viren und Krebszellen zu verteidigen, indem es die Aktivität von Immunzellen wie T-Zellen, natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) und Makrophagen steigert. Melatonin kann das Wachstum von Tumoren hemmen und die Immunantwort gegen Krebszellen stärken, Halluzinogene Effekte
Es gibt Hinweise darauf, dass die Zirbeldrüse auch Dimethyltryptamin (DMT) produziert. Mit DMT werden halluzinogene Effekte in Verbindung gebracht, die möglicherweise für spirituelle Erfahrungen verantwortlich sind. Der halluzinogene Wirkstoff Psilocybin in Pilzen ist DMT ähnlich.
Eintretender Sauerstoffmangel führt zur Freisetzung der im Körper vorhandenen DMT-Reserven, inklusive des Dimetyhltryptamin-Vorrats im Gehirn. DMT kann durch Aktivierung von Rezeptoren in Nervenzellen, die Nervenzellen vor Schäden durch Sauerstoffmangel schützen. Dies könnte eine Erklärung für Nahtod-Erfahrungen sein.
Anatomie
Die Zirbeldrüse (Glandula pinealis oder Epiphyse), ist eine kleine endokrine Drüse im Diencephalon (Zwischenhirn).
Im Laufe der Evolution hat sich die Zirbeldrüse von einer ursprünglichen Größe von etwa drei Zentimetern auf eine Länge von 0,6 bis 1 cm zurückgebildet. Ihre Form, erinnert an einen Pinienzapfen. Das Gewicht beträgt weniger als ein Gramm. Sie liegt an der Hinterwand des dritten Hirnventrikels, zwischen den beiden Colliculi superiores des Mittelhirndachs und oberhalb der Vierhügelplatte.
Ursprünglich war die Zirbeldrüse ein Sinnesorgan mit Photorezeptorzellen, das eine wichtige Rolle bei der Lichtwahrnehmung spielte. Die Funktion der Lichtwahrnehmung ist bei höheren Wirbeltieren verloren gegangen. Deshalb hat sich Zirbeldrüse zu einem rein endokrinen Organ entwickelt, das in erster Linie das Hormon Melatonin produziert.


Erster Halswirbel - Atlas
Hauptfunktion
Der Atlas ist der oberste Halswirbel und bildet den Anfang der Wirbelsäule. Er ist ein atypischer Wirbel, da er keinen Wirbelkörper und keinen Dornfortsatz besitzt, sondern nur aus dem vorderen und hinteren Bogen (Arcus anterior et posterior) sowie den Massae laterales besteht. Seine ringförmige Form, bildet den Wirbelkanal nach, durch den das Rückenmark verläuft. Der Name "Atlas" leitet sich von dem Titanen der griechischen Mythologie ab, der das Himmelsgewölbe trug, ähnlich wie der Atlaswirbel den Kopf trägt
1. Tragen des Kopfes
Der Atlas trägt die Last des Kopfes und ermöglicht dessen Bewegung.
Der Kopf eines Mannes wiegt zwischen 3,8 – 4,1 kg und einer Frau 3,2 – 3,6 kg, bei einem Gesamtgewicht des Kopfes (inklusive Schädel und Gehirn) von 6 kg.
Das Gehirngewicht allein ist kein verlässlicher Indikator für Intelligenz. Es kommt darauf an, wie effizient die verschiedenen Hirnregionen vernetzt sind und Informationen austauschen.
2. Bewegung des Kopfes
Durch seine gelenkige Verbindung mit dem zweiten Halswirbel (Axis) ermöglicht der Atlas Drehbewegungen des Kopfes, insbesondere das Nicken (Flexion und Extension) und das Drehen des Kopfes von links nach rechts. Das Drehgelenk zwischen Atlas und Axis (Articulatio atlanto-axialis mediana) wird durch den Zahnfortsatz des Axis (Dens axis) gebildet
3. Funktionelle Einheit mit dem zweiten Halswirbel (Axis)
Der Atlas trägt den Kopf und erlaubt die Nickbewegung zusammen mit dem Hinterhauptbein, während das Atlantoaxialgelenk zwischen Atlas und Axis die Rotation des Kopfes ermöglicht.
Anatomie
1. Gelenke
Der Atlas artikuliert mit dem Hinterhauptbein (Os occipitale) und dem Axis. Diese Gelenkstruktur ermöglicht die große Beweglichkeit des Kopfes bei gleichzeitig hoher Stabilität und Schutz des Rückenmarks.
2. Querfortsätze
Er besitzt kurze seitliche Fortsätze (Processus transversi), die die Arteria vertebralis beherbergen. Die Arteria vertebralis (Wirbelarterie) ist ein wichtiger Ast der Arteria subclavia, der maßgeblich zur Blutversorgung des Gehirns und eines Teils des Rückenmarks beiträgt
3. Tubercula
Anstelle eines Dornfortsatzes hat der Atlas kleine Höcker (Tuberculum posterius und anterius).

Hauptfunktionen
Das menschliche Ohr hat zwei Hauptfunktionen:
das Hören und die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts.
Hörfunktion
Schallaufnahme
Die Ohrmuschel fängt Schallwellen auf und leitet sie in den Gehörgang.
Schallweiterleitung
Die Schallwellen erreichen das Trommelfell und versetzen es in Schwingung.
Schallverstärkung
Im Mittelohr verstärken die drei Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel) die Schwingungen.
Umwandlung in elektrische Impulse
Im Innenohr wandeln etwa 15.000 Haarsinneszellen in der Hörschnecke (Cochlea) die Schwingungen in elektrische Impulse um.
Signalverarbeitung
Die elektrischen Impulse werden über den Hörnerv an das Gehirn weitergeleitet, wo sie als Geräusche, Sprache oder Musik interpretiert werden.
Gleichgewichtsfunktion
Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr besteht aus drei mit Flüssigkeit gefüllten Bogengängen. Es ermöglicht:
Die Wahrnehmung von Kopfposition und -bewegung
Die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts
Das Vermeiden von Schwindel
Zusätzlich ermöglicht das Ohr das Richtungshören, indem es Laufzeit- und Pegelunterschiede der Geräusche zwischen beiden Ohren verarbeitet
Anatomie
Das menschliche Ohr ist ein komplexes Organ, das für das Hören und das Gleichgewicht verantwortlich ist. Es lässt sich in drei Hauptbereiche unterteilen:
Außenohr (Auris externa)
Das Außenohr besteht aus der Ohrmuschel (Auricula auris) und dem äußeren Gehörgang (Meatus acusticus externus). Die Ohrmuschel fängt Schallwellen ein und hilft bei der Richtungsbestimmung des Schalls. Der Gehörgang leitet die Schallwellen zum Trommelfell (Membrana tympani), welches die Grenze zum Mittelohr bildet.
Mittelohr (Auris media)
Das Mittelohr ist ein luftgefüllter Hohlraum, der folgende Strukturen enthält:
Trommelfell
Paukenhöhle (Cavum tympani)
Gehörknöchelchen: Hammer (Malleus), Amboss (Incus) und Steigbügel (Stapes)
Eustachische Röhre (Tuba auditiva)
Die Gehörknöchelchen übertragen und verstärken die Schwingungen vom Trommelfell zum ovalen Fenster des Innenohrs. Die Eustachische Röhre verbindet das Mittelohr mit dem Nasenrachenraum und sorgt für Druckausgleich.
Innenohr (Auris interna)
Das Innenohr besteht aus drei Hauptkomponenten:
Hörschnecke (Cochlea)
Ein schneckenförmiges, flüssigkeitsgefülltes Organ, das Schallwellen in elektrische Signale umwandelt.
Gleichgewichtsorgan
Besteht aus drei Bogengängen und zwei Vorhofsäcken, die für die räumliche Orientierung verantwortlich sind.
Hör- und Gleichgewichtsnerv (Nervus vestibulocochlearis)
Leitet die Signale zum Gehirn weiter
In der Cochlea befindet sich das Corti-Organ mit tausenden von Haarzellen, die mechanische Schwingungen in elektrische Impulse umwandeln. Diese Impulse werden dann über den Hörnerv an das Gehirn weitergeleitet, wo sie als Geräusche interpretiert werden.

Hals-Chakra
Das Hals-Chakra, auch als Vishuddha bezeichnet, ist das fünfte Chakra im System der sieben Hauptchakren und befindet sich im Bereich des Halses, etwa auf Höhe des Kehlkopfs.
Das Hals-Chakra ist das Zentrum der Kommunikation und des Ausdrucks. Es steht für unsere Fähigkeit, unsere Gedanken, Gefühle und Ideen klar und authentisch auszudrücken. Es beeinflusst nicht nur die verbale Kommunikation, sondern auch die Art und Weise, wie wir uns selbst und unsere Wahrheit in der Welt präsentieren. Dieses Chakra spielt auch eine wichtige Rolle in der Fähigkeit, zuzuhören und in einen respektvollen Austausch mit anderen zu treten.
Ein ausgeglichenes Hals-Chakra fördert eine offene und ehrliche Kommunikation sowie die Fähigkeit, sich selbst und andere auf konstruktive Weise auszudrücken. Es unterstützt das Vertrauen in die eigene Stimme und das Gefühl, gehört und verstanden zu werden.
Wenn dieses Chakra blockiert oder unausgewogen ist, kann dies zu Problemen wie Sprachstörungen, Missverständnissen, dem Gefühl, sich nicht ausdrücken zu können oder zu körperlichen Beschwerden im Halsbereich (z. B. Halsschmerzen, Stimmbandprobleme) führen.


Schilddrüse
Hormonproduktion
Die Schilddrüse produziert aus Jod und Aminosäuren T3 und T4. Beide Hormone beeinflussen den Stoffwechsel, indem sie den Energieverbrauch des Körpers regulieren, die Wärmeproduktion steigern und den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel steuern.
Regulation von Körperfunktionen:
Schilddrüsenhormone sind entscheidend für:
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Energiehaushalt
Sie erhöhen den Grundumsatz und den Sauerstoffverbrauch in fast allen Körperzellen. -
Wachstum und Entwicklung
Besonders wichtig sind sie für das körperliche und geistige Wachstum bei Kindern. -
Herz-Kreislauf-System
Sie regulieren Herzfrequenz und Blutdruck, was für die Aufrechterhaltung einer stabilen Kreislauffunktion wichtig ist. -
Psychische Gesundheit
Die Hormone tragen zur emotionalen Stabilität bei und beeinflussen das allgemeine Wohlbefinden.
Hormonproduktion durch die Nebenschilddrüse
Produktion des Parathormons (PTH) - Wirkungen:
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Knochen: Steigert die Freisetzung von Calcium aus den Knochen
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Nieren: Fördert Rückresorption von Calcium und Ausscheidung von Phosphat.
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Dünndarm: Erhöht die Resorption von Calcium aus der Nahrung
Anatomie
Die Schilddrüse ist ein endokrines Organ. Das bedeutet, dass sie Hormone produziert und diese direkt in die Blutbahn abgibt, um bestimmte Körperfunktionen zu steuern und zu regulieren. Sie besteht aus zwei Hauptlappen, dem Lobus dexter (rechten Lappen) und dem Lobus sinister (linken Lappen), die durch einen schmalen Gewebestreifen, den Isthmus, miteinander verbunden sind. Der Isthmus befindet sich direkt vor der Luftröhre, wodurch die Schilddrüse eine schmetterlingsähnliche Form annimmt.
Sie liegt unterhalb des Kehlkopfes, ventral vor der Luftröhre (Trachea), typischerweise auf Höhe des 2. bis 4. Trachealknorpels. Beide Lappen lagern sich an den Seiten der Luftröhre an, umgreifen diese. Unter normalen Bedingungen ist sie nicht tastbar. Bei Vergrößerung kann sie als „Kropf“ sichtbar werden.
Die Nebenschilddrüsen (Glandulae parathyreoideae) sind kleine, endokrine Drüsen, die im menschlichen Körper eine zentrale Rolle in der Regulation des Calcium- und Phosphatstoffwechsels spielen. Normalerweise bestehen sie aus vier Drüsen, die sich dorsal (hinten) an der Schilddrüse befinden.


Schultergelenk
Das Schultergelenk ist das beweglichste Kugelgelenk im menschlichen Körper Die hohe Beweglichkeit wird durch eine geringe knöcherne Führung und die muskuläre Stabilisierung erreicht.
Funktion
1. Beweglichkeit
Das Schultergelenk ermöglicht Bewegungen in drei Freiheitsgraden, was bedeutet, dass der Arm in alle Richtungen gedreht werden kann. Dazu gehören Anteversion (nach vorne schwingen), Retroversion (nach hinten schwingen), Abduktion (abspreizen), Adduktion (heranführen) sowie Innen- und Außenrotation.
2. Verbindung zwischen Arm und Rumpf
Es verbindet den Arm mit dem Rumpf und ermöglicht so eine Vielzahl von Bewegungen, die durch die Kombination mit anderen Gelenken wie dem Sternoklavikulargelenk und dem Schultereckgelenk (Akromioklavikulargelenk) unterstützt werden.
3. Stabilität durch Muskulatur und Bänder
Trotz seiner hohen Beweglichkeit ist das Schultergelenk relativ instabil, da die Gelenkpfanne (Glenoid) im Vergleich zum Oberarmkopf klein ist. Diese Instabilität wird durch die Rotatorenmanschette und andere muskuläre Strukturen ausgeglichen.
Anatomie
Das Schultergelenk besteht aus dem kugelförmigen Kopf des Oberarmknochens (Caput humeri) und der schalenförmigen Gelenkpfanne (Cavitas glenoidalis) des Schulterblatts (Scapula).
1. Gelenkpfanne (Cavitas glenoidalis)
Diese ist im Vergleich zum Humeruskopf relativ klein und wird durch das Labrum glenoidale, eine faserknorpelige Struktur, erweitert, um die Kontaktfläche zu vergrößern.
2. Gelenkkapsel
Die Schultergelenkkapsel ist weitläufig und dünn, was die hohe Beweglichkeit ermöglicht, aber auch eine erhöhte Anfälligkeit für Luxationen bedeutet.
3. Stabilisierung
Die Rotatorenmanschette, bestehend aus vier Muskeln, spielt eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Gelenks und der Rotation des Arms.



Auge
Das Auge ist für die Wahrnehmung von Lichtreizen verantwortlich. Es wandelt physikalische Lichtsignale in elektrische Impulse um, die vom Gehirn interpretiert werden, was uns ermöglicht, Farben, Formen und Bewegungen zu sehen. Die Wellenlängen des sichtbaren Lichts liegen etwa zwischen 350 nm und 750 nm.
Funktionen
1. Lichtaufnahme
Lichtstrahlen, die von einem Objekt reflektiert werden, treten zuerst durch die Hornhaut (Cornea), die das Licht bricht und es auf die Pupille leitet. Die Hornhaut ist transparent und mit Tränenflüssigkeit benetzt, was ihre Funktion unterstützt.
2. Pupillenreaktion
Die Iris steuert über die Pupille die Lichtmenge, die ins Auge gelangt. Bei Helligkeit verengt sich die Pupille, um das Auge vor Überbelichtung zu schützen, während sie sich bei Dunkelheit erweitert, um mehr Licht einzufangen.
3. Lichtbrechung durch die Linse
Hinter der Pupille befindet sich die Linse, die das Licht weiter bricht. Ihre Form kann sich ändern, um Objekte in unterschiedlichen Entfernungen scharf zu sehen; dies geschieht durch den Ziliarmuskel, der die Linse anspannt oder entspannt.
4. Projektion auf die Netzhaut
Das gebündelte Licht trifft schließlich auf die Netzhaut (Retina), wo es auf Millionen von Fotorezeptoren (Stäbchen und Zapfen) trifft. Diese Zellen wandeln das Licht in elektrische Impulse um.
5. Signalübertragung zum Gehirn
Die elektrischen Impulse werden über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet, wo sie verarbeitet werden. Erst hier entsteht das Bild in der Form, wie wir es wahrnehmen.
Anatomie
Der Augapfel (Bulbus oculi) hat eine nahezu kugelige Form und ist in der knöchernen Augenhöhle (Orbita) eingebettet.
Augapfel
1. Äußere Augenhaut (Tunica externa bulbi)
Lederhaut (Sklera): Verleiht dem Auge Form und Stabilität
Hornhaut (Cornea): Durchsichtig und maßgeblich an der Lichtbrechung beteiligt
2. Mittlere Augenhaut (Uvea)
Regenbogenhaut (Iris): Reguliert den Lichteinfall
Ziliarkörper (Corpus ciliare): Verantwortlich für die Akkommodation
Aderhaut (Choroidea): Versorgt den Augapfel mit Blut
3. Innere Augenhaut
Netzhaut (Retina): Verantwortlich für die Bildverarbeitung
Inneres Auge
Der Innenraum des Augapfels enthält als lichtbrechende Strukturen den Glaskörper (Corpus vitreum) und die Augenlinse (Lens oculi). Im vorderen Augenabschnitt unterscheidet man die beiden Augenkammern (Camera anterior bulbi und Camera posterior bulbi).
1. Augenlinse (Lens oculi)
Elastisch und bikonvex, ermöglicht scharfes Sehen in verschiedenen Entfernungen
2. Glaskörper (Corpus vitreum)
Gallertartige Masse, die die Form des Auges erhält
3. Vordere und hintere Augenkammer
Mit Kammerwasser gefüllt



Herz-Chakra
Das Herz-Chakra, auch Anahata genannt, ist das vierte Chakra im System der sieben Hauptchakren und befindet sich in der Mitte der Brust, auf Höhe des Herzens.
Das Herz-Chakra ist das Zentrum der Heilung, Liebe, des Mitgefühls und der Harmonie. Es repräsentiert unsere Fähigkeit, bedingungslos zu lieben – sowohl uns selbst als auch andere – und fördert Empathie, Verständnis und Mitgefühl. Es ist eng verbunden mit unseren zwischenmenschlichen Beziehungen und der Fähigkeit, emotionale Balance und Frieden zu erleben.
Ein gesundes, ausgeglichenes Herz-Chakra ermöglicht es uns, Liebe in vielfältiger Form zu empfangen und zu geben, ohne Angst oder Verletzlichkeit. Es fördert auch die Selbstliebe und das Vertrauen in die eigenen Gefühle.
Wenn das Herz-Chakra blockiert oder unausgewogen ist, kann dies zu Gefühlen von Einsamkeit, Isolation oder einem Mangel an emotionaler Verbindung führen. Körperlich kann es sich auch in Beschwerden im Bereich des Herzens, der Lunge oder des Kreislaufsystems äußern.


Herz
Funktion
Das menschliche Herz ist ein muskuläres Hohlorgan, dessen Muskulatur sich kräftig zusammenzieht, sobald sie einen elektrischen Impuls erhält – um sich danach wieder von selbst wieder zu entspannen. Es arbeitet dabei wie eine Saug-Druck-Pumpe, die beim Erwachsenen pro Minute etwa 5 Liter Blut durch den gesamten Körper pumpt. Die eigentliche Pumpleitung wird durch die gleichzeitig arbeitenden Herzkammern erbracht. Die vier Hohlräume des Herzens sind durch Herzklappen voneinander getrennt. Die Herzklappen fungieren als Rückschlagventile, die sicherstellen, dass das Blut nur in eine Richtung fließt. Der rechte Vorhof empfängt sauerstoffarmes Blut aus dem Körper über die oberen und unteren Hohlvenen und pumpt es in die rechte Kammer, die es zur Lunge zur Anreicherung des Bluts mit Sauerstoff (Oxygenierung) befördert. Das sauerstoffreiche Blut kehrt dann über die Lungenvenen in den linken Vorhof zurück, wird in die linke Kammer gepumpt und schließlich über die Aorta in den Körperkreislauf.
Die mit einem Stethoskop wahrnehmbaren zwei typischen Herztöne, entstehen beim Schließen der Herzklappen. Der erste entsteht durch die Anspannung der Kammermuskulatur bei geschlossenen Klappen, beim Schließen der Taschenklappen. Ein einzelner Herzschlag (Herzzyklus), besteht aus der rhythmischen Abfolge von Systole (Kontraktionsphase) und Diastole (Erschlaffungsphase).
Der Begriff „Herzgehirn“ wurde maßgeblich von Dr. J. Andrew Armour geprägt. Es handelt sich um ein komplexes neuronales Netzwerk, das aus etwa 40.000 Nervenzellen besteht. Es ist in der Lage, unabhängig vom Gehirn zu lernen, zu erinnern, Entscheidungen zu treffen und sogar zu fühlen und zu spüren. Es kommuniziert intensiv mit dem Gehirn und sendet sogar mehr Signale an das Gehirn als umgekehrt. Die Interaktion zwischen Herz und Gehirn beeinflusst die menschliche Wahrnehmung, Emotionen, Entscheidungsprozesse, die Kohärenz von Hirnstrommustern und die Synchronisation von Gehirnarealen.
Anatomie
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Das menschliche Herz ist ein muskuläres Hohlorgan und liegt hinter dem Brustbein (Sternum), im mittleren Brustkorbraum (Mediastinum), zwischen den beiden Lungenflügeln. Jede Herzhälfte besteht aus einem dünnwandigen Vorhof (Atrium) und einer dickwandigen Kammer (Ventrikel).
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Beim Erwachsenen hat das Herz etwa die Größe der Faust des betreffenden Menschen und wiegt zwischen 250 und 350 Gramm. Es wird vom Herzbeutel (Perikard) umschlossen, durch den ein flüssigkeitsgefüllter Raum um das Herz erzeugt wird.
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Herzkranzgefäße, auch bekannt als Koronargefäße (lat. „corona": Krone, Kranz), sorgen für die Blut- und Nährstoffversorgung des Herzmuskels. Sie umgeben das Herz kranzförmig und sind in zwei Hauptarterien unterteilt, die sich immer weiter verästeln.
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Der Haupttaktgeber des Herzens, der Sinusknoten, liegt im rechten Vorhof. Seine Zellen geben in regelmäßigen Abständen elektrische Impulse ab – normalerweise zwischen 60 bis 80 pro Minute (Herzfrequenz).


Funktion
Die Thymusdrüse ist ein primäres lymphatisches Organ, das bei der Entwicklung des menschlichen Immunsystems eine wesentliche Rolle spielt. Insbesondere in der Kindheit und Jugend ist sie besonders aktiv, weil das Immunsystem in diesem Lebensalter erst noch viele unbekannte Erreger kennen lernen muss.
Wie alle Blutzellen entstehen T-Lymphozyten im Knochenmark (Hämatopoese). Im Gegensatz zu B-Lymphozyten, verlassen T-Zellen sofort nach ihrer Entstehung aus dem Knochenmark und lernen in der Thymusdrüse (Thymozyten) sowie sekundären lymphatischen Organen, körpereigene von körperfremden Oberflächenstrukturen (Antigenen) zu unterscheiden. Nach der „Schulung“ zirkulieren T-Lymphozyten zwischen Blut und lymphatischen Geweben und überwachen ständig die Oberfläche aller Zellen auf Veränderungen. Erkennt eine T-Zelle ihr ganz spezielles Oberflächenmolekül bei einem Eindringling, vermehrt sie sich. Die T-Zell-Klone greifen dann z.B. Bakterien, Viren oder andere körperfremden Antigene an. Werden gegen eigenes Körpergewebe gerichtete (selbstreaktive) Zellen nicht rechtzeitig erkannt, können sie Autoimmunerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 1 oder rheumatoide Arthritis auslösen. Durch Erkrankungen wie Krebs kann T-Zell-Funktion erschöpfen bzw. ihre Funktion beeinträchtigt werden.
Anatomie
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Die Thymusdrüse befindet sich direkt mittig hinter dem oberen Drittel des Brustbeins (Sternum) und erstreckt sich vom Ansatz der Schlüsselbeine bis etwa zum vierten Rippenpaar. Sie besteht aus zwei asymmetrischen Lappen, die miteinander in Verbindung stehen.
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Durch ihre Lage über dem Herzbeutel, sitzt der Thymus auf den großen Gefäßen des Herzens, der Hauptschlagader (Aorta) und der oberen Hohlvene (Vena cava superior). Seitlich wird der Thymus vom Rippenfell und den Lungen begrenzt.
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Nach der Pubertät beginnt die Thymusdrüse zu schrumpfen (Thymusinvolution). Die Schrumpfung führt dazu, dass die Drüse im Erwachsenenalter inaktiver und ihr funktionelles Gewebe zunehmend durch Fett- und Bindegewebe ersetzt wird. Neuere Forschungen deuten jedoch darauf hin, dass auch im Erwachsenenalter noch immunologische Funktionen der Thymusdrüse bestehen. Es wird vermutet, dass der verbleibende Thymus weiterhin zur Produktion von T-Zellen beiträgt.


Thymusdrüse

Lunge
Funktion
Die Lunge nimmt Sauerstoff (O₂) aus der Umgebungsluft auf und scheidet Kohlendioxid (CO₂) als Abfallprodukt des Stoffwechsels aus. Der Austausch dieser Gase erfolgt in den kleinen Lungenbläschen (Alveolen) durch Diffusion. Die treibende Kraft hinter der Diffusion ist ein Konzentrationsgefälle, bzw. das Bestreben zur gleichmäßigen Verteilung von Teilchen in einem Raum. Weil der Sauerstoffpartialdruck (pO₂) in den Alveolen höher ist als im arteriellen Blut, diffundiert Sauerstoff aus der Luft in die Blutkapillaren, die die Alveolen umgeben. Gleiches gilt in umgekehrter Richtung für das Kohlendioxid (CO₂).
Die Menge an Kohlendioxid im Blut beeinflusst den pH-Wert des Blutes. Ein höherer CO₂-Gehalt im Blut senkt den pH-Wert (das Blut wird saurer), was dazu führt, dass Hämoglobin den Sauerstoff leichter abgeben kann. Der Anstieg des Kohlendioxidspiegels im Blut führt in der Regel zur Erhöhung der Atemfrequenz und des Atemvolumens. Dies ist besonders während körperlichen Aktivitäten wichtig, wenn die Muskulatur vermehrt CO₂ produziert und der Körper diesen schnell abführen muss.
Der Prozess der Sauerstoffbindung an das zweiwertige Eisen des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) wird als Oxygenierung bezeichnet. Hauptfunktionen von Hämoglobin sind:
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Sauerstofftransport: In den Lungen wird Sauerstoff an Hämoglobin gebunden, über das Blut zu den Geweben transportiert und an die Zellen abgegeben.
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Kohlendioxidtransport: Hämoglobin nimmt aus den Geweben das Kohlendioxid auf, transportiert es zurück zur Lunge, durch die es ausgeatmet wird.
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pH-Regulation: Hämoglobin wirkt als Puffer und hilft, den pH-Wert des Blutes stabil zu halten.
Anatomie
Beim Einatmen strömt Luft durch die Nase bzw. Mund, über den Rachen (Pharynx) und Kehlkopf (Larynx) in die Luftröhre (Trachea). Von der Luftröhre gehen zwei Hauptstämme - die Hauptbronchien - in den rechten und linken Lungenflügel ab. Diese verzweigen sich innerhalb eines jeden Lungenflügels in Bronchien, Bronchiolen bis hin zu Alveolen. Die Alveolen sind die kleinste funktionelle Einheit der Lunge, traubenförmig angeordnet und für den Gasaustausch zuständig. In den Alveolen befinden sich Immunzellen (Alveolarmakrophagen), die Schadstoffe (z.B. Partikel, Bakterien) aufnehmen, abbauen und die Lunge vor Infektionen schützen.
Beide Lungenflügel befinden sich im Brustkorb (Thorax) und werden nach außen von den Rippen geschützt. Durch den Platzbedarf des Herzens bedingt, ist der linke Lungenflügel ist etwas kleiner als der rechte. Jeder Lungenflügel ist in mehrere Lungenlappen unterteilt.
Die Lungenflügel sind von einem zweischichtigen Lungenfell (Pleura) umgeben, das einen mit Flüssigkeit gefüllten Raum (Pleuraspalt) bildet. Im sogenannten Pleuraspalt herrscht ein leichter Unterdruck, der dafür sorgt, dass die Lungen nicht in sich zusammenfallen, sondern an der Brustwand haften. Dadurch folgen sie den Bewegungen des Brustkorbs und des Zwerchfells, beim Ein- und Ausatmen.


Solarplexus-Chakra
Das Solarplexus-Chakra, auch Manipura genannt, ist das dritte Chakra im System der sieben Hauptchakren und befindet sich im Bereich des Oberbauchs, etwa in der Mitte des Magens, oberhalb des Nabels.
Das Solarplexus-Chakra ist das Zentrum der persönlichen Kraft, von Mut, Selbstbewusstsein und der Willenskraft. Es steht in direkter Verbindung mit unserem Selbstwertgefühl, unserer Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, und unserer inneren Stärke. Es ist der Bereich, in dem unsere Energie fließt, die uns befähigt, unsere Ziele zu verfolgen und uns in der Welt durchzusetzen. Auch das Gefühl von Kontrolle und Selbstdisziplin ist eng mit diesem Chakra verbunden.
Ein ausgeglichenes Solarplexus-Chakra unterstützt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und fördert das Gefühl, das Leben aktiv und mit Klarheit zu gestalten. Menschen mit einem harmonischen Solarplexus-Chakra sind in der Lage, klare Entscheidungen zu treffen, Grenzen zu wahren und selbstbewusst aufzutreten.
Ist dieses Chakra blockiert oder unausgewogen, kann es zu Gefühlen von Unsicherheit, Angst oder dem Verlust der Kontrolle führen. Körperlich kann sich dies in Verdauungsproblemen, Magenbeschwerden oder niedrigem Energielevel äußern.


Bauchspeicheldrüse
Hauptfunktionen
Exokrine Funktion: Verdauung
Die exokrine Funktion der Bauchspeicheldrüse ist entscheidend für die Verdauung. Sie produziert täglich etwa 1,5 bis 3 Liter enzymhaltiges Sekret, das über den Dünndarm in den Verdauungstrakt abgegeben wird. Dieses Sekret enthält mehr als 20 verschiedene Verdauungsenzyme, die in inaktiver Form gebildet werden, um das Organ vor Selbstverdauung zu schützen.
Die wichtigsten Enzyme sind:
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Amylase: zerlegt Kohlenhydrate
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Trypsin: spaltet Eiweiße
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Lipase: spaltet Fette
Im Dünndarm werden diese Enzyme aktiviert und helfen, die Nahrungsbestandteile in ihre Bausteine zu zerlegen, was notwendig ist, damit die Nährstoffe ins Blut aufgenommen werden können. Zudem neutralisiert das Sekret den sauren Speisebrei aus dem Magen, sodass die Enzyme optimal arbeiten können.
Endokrine Funktion: Blutzuckerregulation
Die endokrine Funktion der Bauchspeicheldrüse ist für die Regulation des Blutzuckerspiegels zuständig. In den sogenannten Langerhans’schen Inseln, die sich im Gewebe der Bauchspeicheldrüse befinden, werden Hormone produziert und direkt ins Blut abgegeben.
Die wichtigsten Hormone sind:
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Insulin: senkt den Blutzuckerspiegel, indem es den Transport von Zucker in die Zellen fördert und die Speicherung von Zucker in der Leber anregt.
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Glukagon: hebt den Blutzuckerspiegel an, indem es gespeicherten Zucker aus der Leber freisetzt.
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Somatostatin und pankreatisches Polypeptid: spielen ebenfalls eine Rolle bei der Regulierung des Stoffwechsels.
Die Produktion dieser Hormone wird durch den Blutzuckerspiegel reguliert. Bei erhöhtem Zuckergehalt nach einer Mahlzeit wird Insulin ausgeschüttet; bei niedrigem Zuckergehalt wird Glukagon freigesetzt.
Gründe für die Neutralisierung des Magensafts durch die Bauchspeicheldrüse
Säuregehalt des Magensafts
Der aus dem Magen kommende Speisebrei hat einen sehr niedrigen pH-Wert von etwa 1 bis 2, was ihn stark sauer macht. Diese hohe Säurekonzentration ist notwendig für die Verdauung im Magen, kann jedoch die empfindlichen Enzyme der Bauchspeicheldrüse schädigen, die im Dünndarm aktiv werden müssen.
Produktion von Bicarbonat
Die Bauchspeicheldrüse produziert ein Sekret, das reich an Hydrogencarbonat (Bicarbonat) ist. Dieses alkalische Molekül neutralisiert den sauren Magensaft, sodass der pH-Wert im Dünndarm auf ein optimales Niveau angehoben wird (pH 7-8), in dem die Pankreasenzyme effektiv arbeiten können.
Aktivierung der Verdauungsenzyme
Die Enzyme der Bauchspeicheldrüse, wie Amylase, Lipase und Proteasen, sind auf einen neutralen bis leicht alkalischen pH-Wert angewiesen, um ihre Funktion zu erfüllen. Durch die Neutralisierung des Magensafts wird sichergestellt, dass diese Enzyme im Dünndarm aktiviert werden können und somit die Nahrungsbestandteile effizient zersetzt werden.
Schutz der Dünndarmschleimhaut
Die Neutralisierung schützt auch die Schleimhaut des Dünndarms vor Schäden durch die aggressive Magensäure. Ein zu niedriger pH-Wert könnte zu Entzündungen oder anderen Schädigungen führen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bauchspeicheldrüse durch die Produktion von alkalischem Sekret nicht nur die Verdauungsenzyme aktiviert, sondern auch den Dünndarm vor den schädlichen Wirkungen der Magensäure schützt.
Anatomie
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist etwa 12 bis 20 cm lang und wiegt zwischen 60 und 80 g. Sie liegt retroperitoneal, das heißt hinter dem Bauchfell und dem Magen. Sie verläuft quer im Oberbauch zwischen dem Magen, dem Zwölffingerdarm (Duodenum), der Milz und den großen Blutgefäßen (Aorta und untere Hohlvene).
Die Bauchspeicheldrüse wird in drei Hauptabschnitte unterteilt:
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Pankreaskopf (Caput pancreatis)
Der dickste Teil der Bauchspeicheldrüse befindet sich rechts von der Wirblsäule und schmiegt sich in die C-förmige Krümmung des Zwölffingerdarms (Duodenum). Er enthält den hakenförmigen Fortsatz, den Processus uncinatus, der die Arteria mesenterica superior umgreift. Der Kopf ist wichtig für die exokrine Funktion, da hier ein Teil des Gallengangs verläuft, der die Verdauungsenzyme in den Zwölffingerdarm abgibt.
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Pankreaskörper (Corpus pancreatis)
Die Bauchspeicheldrüse produziert ein Sekret, das reich an Hydrogencarbonat (Bicarbonat) ist. Dieses alkalische Molekül neutralisiert den sauren Magensaft, sodass der pH-Wert im Dünndarm auf ein optimales Niveau angehoben wird (pH 7-8), in dem die Pankreasenzyme effektiv arbeiten können.
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Pankreasschwanz (Cauda pancreatis)
Die Enzyme der Bauchspeicheldrüse, wie Amylase, Lipase und Proteasen, sind auf einen neutralen bis leicht alkalischen pH-Wert angewiesen, um ihre Funktion zu erfüllen. Durch die Neutralisierung des Magensafts wird sichergestellt, dass diese Enzyme im Dünndarm aktiviert werden können und somit die Nahrungsbestandteile effizient zersetzt werden.
Funktionelle Anatomie
Die Bauchspeicheldrüse erfüllt zwei Hauptfunktionen:
1. Exokrine Funktion
Der größte Teil des Pankreas besteht aus exokrinem Gewebe, das Verdauungsenzyme produziert. Diese Enzyme werden in den Pankreasgang (Wirsung-Gang) abgegeben und münden zusammen mit dem Gallengang in den Zwölffingerdarm. Hier sind sie für die Aufspaltung von Nahrungsmitteln verantwortlich.
2. Endokrine Funktion
In den sogenannten Langerhans-Inseln produziert das Pankreas Hormone wie Insulin und Glukagon, die entscheidend für die Regulierung des Blutzuckerspiegels sind


Leber
Hauptfunktionen
Stoffwechselregulation
1. Nährstoffverwertung
Die Leber ist im erwachsenen menschlichen Körper die größte Verdauungsdrüse. Fast alle Nährstoffe, die aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden, gelangen zuerst zur Leber. Je nach Bedarf werden diese von der Leber gespeichert, wieder ans Blut abgegeben oder aus dem Blut entfernt.
2. Glukosespeicherung
Zucker wird in Form von Glykogen gespeichert und bei sinkendem Blutzuckerspiegel als Glukose ins Blut abgegeben.
Entgiftung
1. Abbau von Giftstoffen
Die Leber wandelt fettlösliche Toxine in wasserlösliche Formen um, die über die Nieren (im Urin) oder die Galle (im Stuhl) ausgeschieden werden können.
Schädliche Substanzen, wie Ammoniak, das beim Eiweißstoffwechsel entsteht, werden in den harmlosen Harnstoff umgewandelt. Alkohol wird durch Oxidation von Ethanol, durch Enzyme (Alkohol- und Aldehyddehydrogenase), in weniger schädliche Substanzen umgewandelt. Medikamente werden metabolisiert und ihre Abbauprodukte entsorgt.
2. Filtration
Alte oder defekte Zellen sowie Bakterien werden aus dem Blut gefiltert und entweder in harmlose Substanzen umgewandelt oder direkt ausgeschieden.
Produktion von wichtigen Substanzen
1. Eiweißsynthese
Die Leber produziert essentielle Proteine, darunter Gerinnungsfaktoren und Albumin. Albumin wird zur Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks im Blut und zum Transport von Fettsäuren, Hormonen und Medikamenten benötigt.
Proteine, wie Fibrinogen, Prothrombin und andere Faktoren (z.B. Faktor VII, IX und X) sind für die Wundheilung und zur Verhinderung von Blutungen wichtig
2. Gallenproduktion
Täglich produziert die Leber aus Cholesterin bis zu einem Liter Galle, die für die Fettverdauung notwendig ist. Gallensäuren werden in der Galle gespeichert und können bei Bedarf in den Dünndarm abgegeben werden.
Speicherfunktion
Nährstoffspeicherung
Neben Glukose (Glykogen) speichert die Leber auch Fette (Lipoproteine) und Vitamine (A, B12, D, E, K), die bei Bedarf mobilisiert werden können.
Weitere Funktionen
Hormonregulation
Die Leber spielt eine Rolle bei der Regulierung von Hormonen und trägt zur Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels bei.
Anatomie
Die Leber liegt überwiegend im rechten Oberbauch auf der Höhe des Rippenbogens. Genau darüber befindet sich das Zwerchfell. Die Unterseite der Leber ist mit dem Zwerchfell zusammengewachsen und bewegt sich im Rhythmus des Atems auf und ab. Zum Organsystem Leber zählt auch die birnenförmige Gallenblase. Sie ist über den Gallengang mit der Leber verbunden. Sie wiegt beim beim Erwachsenen eineinhalb bis zwei Kilogramm und ist ein weiches, ziemlich gleichmäßig strukturiertes Organ. Makroskopisch lässt sich die Leber in vier verschiedene Lappen (Lobi) und acht funktionelle Segmente unterteilt, die unabhängig voneinander arbeiten können. Diese Segmente sind nach der Blutversorgung durch die Pfortader, die Leberarterie und die Gallengänge strukturiert. Der rechte Leberlappen liegt direkt unter dem Zwerchfell und ist mit diesem teilweise verwachsen. Er ist größer als der linke Leberlappen, der bis in den linken Oberbauch reicht.


Dünndarm
Hauptfunktionen
Der Dünndarm ist ein multifunktionales Organ, das nicht nur für die Verdauung und Nährstoffaufnahme sorgt. Er besitzt auch Zellen, die Hormone wie Serotonin freisetzen. Diese regulieren die Beweglichkeit der Darmmuskulatur und beeinflussen die Verdauungsprozesse in angrenzenden Organen wie Magen und Bauchspeicheldrüse. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist seine Rolle im Immunsystem. Das darmassoziierte lymphatische Gewebe (GALT) hilft bei der Abwehr von Krankheitserregern und schädlichen Substanzen.
Zwölffingerdarm (Duodenum)
Der erste Abschnitt ist etwa 25-30 cm lang und verläuft C-förmig um den Kopf der Bauchspeicheldrüse. Hier wird der aus dem Magen kommende, saure Speisebrei (Chymus), durch Beimischung von Bicarbonat aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), neutralisiert. Dem Speisebrei werden aus der Bauchspeicheldrüse und Galle stammende Enzyme beigemischt. Diese zerlegen die Nahrungsbestandteile wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße in kleinere Moleküle (Einfachzucker, Fettsäuren, Aminosäuren). Die Gallenflüssigkeit spielt insbesondere bei der Fettverdauung eine wichtige Rolle.
Leerdarm (Jejunum)
Der Hauptanteil der Nährstoffresorption erfolgt im mittleren Teil des Dünndarms. Vor allem Kohlenhydrate, Proteine und Fette werden in einfachere Bausteine zerlegt und ins Blut aufgenommen.
Krummdarm (Ileum)
Hier erfolgt die Resorption von Nährstoffen, die im Dünndarm nicht vollständig aufgenommen wurden. Dies sind insbesondere Elektrolyte (z.B. Natrium, Kalium, Calcium), Vitamine (z.B. Vitamin B12) und Spurenelemente (z.B. Eisen, Jod, Zink). Je nach Bedarf können bis zu 80% des Wassers aus dem Speisebrei resorbiert werden. Gallensäuren werden zur Leber zurückgeführt.
Anatomie
Der 3-6 Meter lange Dünndarm liegt in gefalteten Schlingen im zentralen Teil der Bauchhöhle und ist größtenteils intraperitoneal aufgehängt. Er erstreckt sich vom Magenpförtner (Pylorus), der den Übergang zum Zwölffingerdarm (Duodenum) reguliert, bis hin zur Ileozäkalklappe (Bauhin-Klappe), die den Übergang zum Dickdarm reguliert und den Rückfluss von Darminhalt aus dem bakteriell stark besiedelten Dickdarm in den bakterienarmen Dünndarm verhindert. Die Schleimhaut des Dünndarms ist mit zahlreichen Zotten (kleinen fingerartigen Ausstülpungen) bedeckt, die die Oberfläche auf bis zu 400-500 Quadratmeter vergrößern) und dadurch die Resorption von Nährstoffen erleichtern. Über die Zotten werden zersetzte Nährstoffe ins Blut und die Lymphe aufgenommen und gelangen so zu den verschiedenen Organen des Körpers.

Sakral-Chakra
Das Sakral-Chakra, auch Svadhisthana genannt, ist das zweite Chakra im energetischen System und befindet sich im unteren Bauchraum, etwa zwei Fingerbreit unter dem Bauchnabel.
Dieses Chakra ist das Zentrum für unsere Emotionen, unsere Sexualität und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Es hat einen tiefen Einfluss auf unsere Fähigkeit, Freude zu empfinden, unsere Intuition zu nutzen und kreative Energie zu entfalten. Menschen mit einem ausgeglichenen Sakral-Chakra haben oft ein gesundes Verhältnis zu ihren Gefühlen und ihrer Sexualität, können ihre Kreativität frei ausdrücken und fühlen sich in ihrer eigenen Haut wohl.
Ein Blockieren des Sakral-Chakras kann sich in vielen Formen zeigen, zum Beispiel durch emotionale Instabilität, das Gefühl der Leere, Probleme in der Sexualität oder auch durch kreative Blockaden. Körperlich kann es sich durch Beschwerden im Bereich der Hüften, des unteren Rückens, der Nieren oder des Fortpflanzungssystems bemerkbar machen.
Das Sakral-Chakra ist eng verbunden mit Fließen und Loslassen. Eine ausgeglichene Energie in diesem Chakra lässt uns mit dem Fluss des Lebens in Einklang kommen und hilft uns, uns von alten, belastenden Emotionen zu befreien. Es geht um den Umgang mit und die Akzeptanz von Emotionen – sei es Freude, Trauer, Wut oder Leidenschaft.


Nieren
Hauptfunktionen
Die Nieren spielen eine zentrale Rolle bei der Regulation von Mineralien und Elektrolyten im Körper. Ihre Hauptfunktionen umfassen die Filtration von Blut, die Rückresorption von wichtigen Substanzen und die Ausscheidung überschüssiger Stoffe über den Urin.
1. Ausscheidung von Giftstoffen
Im Durchschnitt filtern die Nieren etwa 1.500 - 1.800 Liter Blut pro Tag. Dies entspricht etwa der 300-fachen der Blutmenge, die sich im Körper befindet. Dadurch werden giftige Substanzen sowie Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels (Ammoniak und Harnstoff), Harnsäure und Kreatinin entfernt.
2. Regulation des Wasser- und Elektrolythaushalts
Sie steuern den Flüssigkeitshaushalt des Körpers, indem sie überschüssige Flüssigkeit ausscheiden oder zurückhalten.
3. Blutdruckregulation
Durch die Kontrolle des Wasser- und Salzhaushalts sowie die Produktion des Hormons Renin beeinflussen die Nieren den Blutdruck.
4. Säure-Basen-Gleichgewicht
Die Nieren regulieren den pH-Wert im Blut, um ein Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen aufrechtzuerhalten.
5. Hormonproduktion
Sie produzieren wichtige Hormone wie Erythropoetin, das die Bildung roter Blutkörperchen anregt, und Calcitriol, die aktive Form von Vitamin D3.
6. Harnbildung
Die Nieren produzieren Urin, der Abfallstoffe, überschüssige Elektrolyte und Wasser aus dem Körper entfernt. Von dem Primärharn werden jedoch fast 99 % durch Rückresorption wieder in den Körper zurückgeführt, so dass nur etwa 1,5 bis 3 Liter Endharn (Urin) täglich ausgeschieden werden.
7. Aufrechterhaltung des Mineralstoffgleichgewichts
Sie regulieren die Konzentration verschiedener Mineralstoffe (z.B. Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphat) im Blut.
Anatomie
Beim Menschen liegen die paarig angelegten, bohnenförmigen Nieren unterhalb des Zwerchfells, zwischen dem 12. Brustwirbel und dem 3. Lendenwirbel im Retroperitonealraum. Jede Niere ist etwa 10-12 cm lang, 5-6 cm breit und 3-4 cm dick, mit einem durchschnittlichen Gewicht von 150-180 g. Aufgrund des großen rechten Leberlappens steht die rechte Niere gewöhnlich etwas tiefer.
Die einzelne Niere besteht aus 6-9 gleichartigen Einheiten, den so genannten Nierenlappen (Lobi renales), die man in Nierenmark (Medulla renalis) und Nierenrinde (Cortex renalis) gliedert.



Hüftgelenk
Hauptfunktionen
Das Hüftgelenk (Articulatio coxae) ist eine bewegliche Verbindung zwischen dem Oberschenkelknochen (Femur) und den Knochen des Beckens. Es ermöglicht eine Vielzahl von Bewegungen, die für das Gehen, Stehen und Sitzen notwendig sind.
Bewegungsumfang
Das Hüftgelenk ermöglicht Bewegungen in drei Freiheitsgraden, was bedeutet, dass es sich um drei Hauptachsen bewegen lässt. Die Bewegungen umfassen Flexion (Beugung), Extension (Streckung), Abduktion (Abspreizen), Adduktion (Anspreizen), Außenrotation und Innenrotation.
Stabilität
Die Gelenkkapsel und mehrere Bänder, wie das Ligamentum iliofemorale, sorgen für Stabilität und verhindern, dass der Oberschenkelkopf aus der Pfanne rutscht.
Kraftübertragung
Das Hüftgelenk überträgt Kräfte vom Oberkörper auf die Beine und umgekehrt, was für das Gehen und Stehen entscheidend ist.
Schutz der inneren Organe
Indirekt trägt das Hüftgelenk durch die Stabilisierung des Beckens zur Schutzfunktion der inneren Organe bei.
Anatomie
Gelenkpartner
Das Hüftgelenk besteht aus dem Femurkopf (Caput femoris), der den proximalen Teil des Oberschenkels (Femur) bildet, und der Hüftpfanne (Acetabulum), die von Teilen des Darmbeins (Os ilium), Schambeins (Os pubis) und Sitzbeins (Os ischii) gebildet wird.
Gelenkkapsel und Bänder
Die Gelenkkapsel ist straff und wird durch massive Bänder stabilisiert, darunter das Ligamentum iliofemorale, das Ligamentum ischiofemorale und das Ligamentum pubofemorale. Diese Bänder tragen zur Stabilität des Gelenks bei.
Knorpel und Labrum
Die Gelenkflächen sind mit Knorpel überzogen, der als Stoßdämpfer fungiert. Eine Faserknorpel-Lippe (Labrum acetabuli) verstärkt den Rand der Hüftpfanne und umgreift den Hüftkopf zusätzlich.
Stabilität und Muskulatur
Muskulatur
Die Hüfte wird von einer komplexen Muskulatur stabilisiert, darunter die Glutealmuskeln, die Adduktoren und die ischiocrurale Muskulatur.
Stabilität
Massive Bänder wie das Ligamentum iliofemorale stabilisieren das Gelenk zusätzlich. Die Kombination aus kräftiger Gelenkkapsel, Bändern und Muskulatur ermöglicht den aufrechten Stand und Gang.



Kniegelenk
Hauptfunktionen
Das Kniegelenk ist das größte und komplexeste Gelenk des menschlichen Körpers. Es ermöglicht die Beugung und Streckung des Beins sowie eine mäßige Ein- und Auswärtsdrehung in gebeugtem Zustand.
Lastübertragung
Das Kniegelenk trägt das Körpergewicht und überträgt Kräfte zwischen Oberschenkel und Unterschenkel.
Beweglichkeit
Es ermöglicht Beugung, Streckung und leichte Drehungen (Rotationen).
Stabilität
Das Gelenk wird durch Bänder und Muskeln stabilisiert, um eine sichere, stabile Bewegung zu gewährleisten.
Funktionelle Prozesse
Kraftübertragung
Die Kniescheibe verstärkt den Hebelarm des Streckapparates.
Sensoren und Nerven
Elektrische Sensoren in Sehnen und Bändern messen Zugspannungen und senden Signale an das Gehirn, um Gleichgewicht und Bewegungen zu regulieren
Anatomie
Knochen
Das Kniegelenk wird gebildet durch den Oberschenkelknochen (Femur), das Schienbein (Tibia) und die Kniescheibe (Patella).
Gelenkflächen
Die Gelenkflächen sind die Kondylen des Femurs (Condylus medialis und Condylus lateralis), die Tibiakondylen und die Rückfläche der Patella.
Menisken
Zwischen den Femur- und Tibiakondylen liegen der Innenmeniskus und der Außenmeniskus, die als Stoßdämpfer und Stabilisatoren fungieren.
Bänder
Das Kniegelenk wird durch Kreuzbänder (vorderes und hinteres Kreuzband) und Seitenbänder (Innen- und Außenband) stabilisiert.
Funktionelle Komponenten
Gelenkkapsel
Die Gelenkkapsel umschließt das Gelenk und ist mit Synovialflüssigkeit gefüllt, die die Gelenkflächen schmiert und ernährt.
Bursae
Schleimbeutel, die Reibung zwischen Weichteilen und Knochen reduzieren.
Hoffa-Fettkörper
Ein fetthaltiges Gewebe, das den unteren Teil der Patella und das Ligamentum patellae umgibt.
Gelenktypen am Knie
Femoro-tibialgelenk (Articulatio femorotibialis)
Die Verbindung zwischen Femur und Tibia.
Femoro-patellargelenk (Articulatio femoropatellaris)
Die Verbindung zwischen Femur und Patella

Wurzel-Chakra
Das Wurzelchakra (auch als „Muladhara“ bekannt) ist das erste der sieben Hauptchakren im menschlichen Energiesystem und befindet sich am unteren Ende der Wirbelsäule, etwa im Bereich des Steißbeins.
Es repräsentiert unsere Grundbedürfnisse wie Sicherheit, Stabilität und Überleben. Es ist eng mit der physischen Ebene verbunden und steuert alles, was uns mit der Erde und unserer physischen Existenz in Verbindung bringt.
Es steht für unsere Fähigkeit, uns sicher zu fühlen, sowohl emotional als auch körperlich, und beeinflusst die Art und Weise, wie wir uns in der Welt verankert und geerdet fühlen.
Ein ausgeglichenes Wurzelchakra sorgt für ein Gefühl von innerer Ruhe, Sicherheit und ein starkes Fundament.
Wenn es blockiert oder aus dem Gleichgewicht ist, kann es zu Gefühlen von Angst, Unsicherheit oder sogar physischen Problemen wie Schmerzen im unteren Rücken oder in den Beinen führen.


Sympathikus
Funktion
Der Sympathikus ist ein Teil des vegetativen Nervensystems und spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation von Körperfunktionen, die auf Stresssituationen reagieren. Er wird oft als "Kampf-oder-Flucht"-System ("Fight-or-Flight"-Reaktion) bezeichnet und ist für die Aktivierung physiologischer Prozesse verantwortlich, die den Körper auf erhöhte Anforderungen vorbereite und um in Stresssituationen schnell und effektiv reagieren zu können.
Hauptaufgaben
Der Sympathikus innerviert eine Vielzahl von Organen und Geweben im menschlichen Körper. Die wichtigsten durch den Sympathikus innervierten Organe und Strukturen sind:
1. Steigerung der Herztätigkeit:
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Erhöhung der Herzfrequenz
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Beschleunigung der Erregungsleitung
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Verstärkung der Kontraktilität
2. Erhöhung des Blutdrucks
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Verbesserung der Durchblutung der Herz- und Skelettmuskulatur
3. Blutgefäße
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Sympathische Nervenfasern führen zu einer Vasokonstriktion und Tonisierung der Blutgefäße.
4. Auge
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Sympathische Innervation führt zur Erweiterung der Pupillen (Mydriasis).
5. Speicheldrüsen
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Sympathische Aktivierung führt zu einer Verminderung der Speichelsekretion.
6. Beschleunigung und Vertiefung der Atmung:
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Erweiterung der Atemwege
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Verflüssigung der Schleimsekretion in den Bronchien
7. Magen-Darm-Trakt
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Der Sympathikus vermindert die Darmbewegung und reduziert die Sekretion von Magen- und Darmsaft.
8. Harnblase
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Sympathische Innervation bewirkt eine Kontraktion des Blasenschließmuskels und eine Erschlaffung des Blasenmuskels.
9. Nebennierenmark
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Der Sympathikus stimuliert die Freisetzung von Adrenalin und Noradrenalin.
10. Geschlechtsorgane
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Der Sympathikus beeinflusst verschiedene Funktionen der Geschlechtsorgane.
11. Erhöhung der Schweißsekretion
12. Bereitstellung von Energie:
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Förderung der Glykolyse (Abbau von Kohlenhydraten)
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Steigerung des Stoffwechsels
13. Hemmung nicht-essentieller Funktionen:
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Verringerung der Verdauungstätigkeit
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Verminderung der Durchblutung der Haut
Anatomie
Der Sympathikus erstreckt sich entlang der Wirbelsäule in Form des Truncus sympathicus, der von der Schädelbasis bis zum Steißbein reicht. Dieser Truncus besteht aus 20 bis 25 Ganglien, die in Gruppen angeordnet sind.
Die präganglionären Neurone des Sympathikus befinden sich im Seitenhorn des Rückenmarks, insbesondere in den Segmenten C8 bis L2 (thorako-lumbales System). Diese Neurone senden ihre Fasern über die Vorderwurzeln in die Spinalnerven und dann über den Ramus communicans albus zu den paravertebralen Ganglien des Grenzstrangs.
Der Sympathikus innerviert ein weites Gebiet, das Kopf, Hals, Brust- und Bauchraum sowie die Gefäße der Extremitäten umfasst. Spezielle sympathische Herznerven, die von den zervikalen Ganglien ausgehen, versorgen das Herz.


Parasympathikus
Funktion
Der Parasympathikus ist ein Teil des vegetativen Nervensystems und wird oft als "Rest-and-digest"-Mechanismus (ausruhen und verdauen) bezeichnet, da er den Stoffwechsel anregt und die Erholung des Organismus fördert. Er ist für die Wiederherstellung und Regeneration des inneren Gleichgewichts (Homöostase) verantwortlich.
1. Herz-Kreislauf-System
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Der Parasympathikus senkt die Herzfrequenz und verlangsamt die Erregungsleitung im Herzen, was zu einem gesenkten Blutdruck führt.
2. Lunge und Atmung
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Er bewirkt eine Verengung der Bronchien und eine erhöhte Schleimproduktion in den Atemwegen, was die Atemtätigkeit reguliert und die Atmung beruhigt.
3. Verdauungstrakt
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Der Parasympathikus stimuliert die Bewegungen des Verdauungstrakts (Peristaltik) und fördert die Produktion von Verdauungssekreten, was die Nahrungsverarbeitung und -aufnahme unterstützt.
4. Drüsenaktivität
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Er erhöht die Sekretion von Speichel, Tränenflüssigkeit sowie Verdauungsenzymen aus der Bauchspeicheldrüse, was für die Nahrungsverwertung wichtig ist.
5. Urinieren und Defäkation
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Der Parasympathikus fördert die Blasenentleerung und den Stuhlgang, indem er die entsprechenden Muskeln aktiviert.
6. Sexuelle Funktionen
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Er spielt eine Rolle bei der sexuellen Erregung, indem er die Durchblutung der Geschlechtsorgane fördert.
Trophotrope Wirkung
Die Wirkungsweise des Parasympathikus wird als trophotrop bezeichnet, was bedeutet, dass er auf den Aufbau und die Erhaltung von Energiereserven abzielt. Dies geschieht durch Förderung von Stoffwechselprozessen, die der Regeneration des Körpers dienen.
Wechselspiel mit dem Sympathikus
Der Parasympathikus wirkt als Gegenspieler zum Sympathikus. Während der Sympathikus in Stresssituationen aktiv wird und Funktionen wie erhöhte Herzfrequenz und Atemfrequenz fördert, sorgt der Parasympathikus dafür, dass der Körper in Ruhephasen zur Normalität zurückkehrt und grundlegende Körperfunktionen wie Verdauung und Regeneration priorisiert werden
Anatomie
Der Parasympathikus ist eine der Hauptkomponenten des vegetativen Nervensystems und spielt eine entscheidende Rolle bei der unwillkürlichen Steuerung vieler Körperfunktionen, insbesondere in Ruhephasen. Seine anatomische Struktur umfasst präganglionäre Neuronen, die hauptsächlich im Hirnstamm und im sakralen Rückenmark lokalisiert sind. Der Nervus vagus ist besonders wichtig, da
er etwa 75% aller parasympathischen Fasern enthält und die meisten Organe im Brust- und Bauchraum innerviert.
Kerngebiete und Nerven
Die wichtigsten Kerngebiete des Parasympathikus sind:
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Hirnstamm: Hier befinden sich die Kerne, die die Hirnnerven III (Nervus oculomotorius), VII (Nervus facialis), IX (Nervus glossopharyngeus) und X (Nervus vagus) speisen. Diese Nerven innervieren die Muskulatur und Drüsen im Kopf-Hals-Bereich sowie innere Organe im Brustkorb (Thorax) und Bauchraum (Abdomen).
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Sakralmark: Die parasympathischen Nervenfasern entspringen aus den Rückenmarkssegmenten S2 bis S4 und werden Nn. splanchnici pelvici bezeichnet. Diese Nerven innervieren den unteren Teil des Dickdarms, die Harnblase und die Geschlechtsorgane

