Selbstsabotage energetisch auflösen – zurück zu dem was schon immer heil war
- Martin T
- 5. Nov.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Nov.

Selbstsabotage energetisch auflösen – zurück zu deinem ursprünglichen, heilen Wesenskern
Es war einmal eine Frau namens Mira.
Mira trug einen Schatz in sich, den sie als Kind ganz selbstverständlich fühlte:
ein Gefühl von Leichtigkeit, Vertrauen und Liebe.
Ein innerer Garten, in dem alles möglich war.
Doch das Leben berührte sie hart.
Sie verlor einen Menschen, den sie zutiefst liebte.
Und später erhoffte sie sich Liebe von jemandem,
der sie nicht so erwidern konnte, wie sie es brauchte.
Etwas in ihr schloss sich.
Ein Satz setzte sich tief in ihrem Körper fest:
„Es ist sicherer, niemanden zu brauchen.“
Um sich zu schützen, erschuf sie keine Mauer,
sondern innere Schutzmechanismen:
Rückzug, sobald jemand zu nah kam
übertriebene Freundlichkeit, um Anerkennung zu sichern
Gereiztheit oder Kälte, wenn sie Angst hatte, verletzt zu werden
Für andere sah das wie Stärke aus.
Für Mira fühlte es sich an wie permanente Verteidigung.
Und genau hier wirkt das Zusammenspiel der drei Ebenen:
Medizinisch betrachtet war ihr Nervensystem im Alarmmodus.
Psychologisch nährte ein alter Glaubenssatz ihr Verhalten:
„Nähe ist gefährlich.“
Energetisch — im Sinne von Horst Krohne — waren es gespeicherte Informationen
aus der Vergangenheit, die nicht mehr zur heutigen Realität passten.
Doch in ihrer Tiefe war es nur eines:
"Schutz."
Warum Schutz so mächtig wird
Jedes Mal, wenn Nähe möglich war, flüsterte ihr Inneres:
„Liebe tut weh.“
Schutzmechanismen sind nicht böse.
Sie wollten Mira retten.
Doch sie hielten nicht nur den Schmerz fern —
sondern auch Liebe, Verbindung, Lebendigkeit.
Die Rückkehr der Großmutter
Eines Nachts träumte Mira von ihrer Großmutter.
Die Großmutter war längst gegangen,
doch im Traum war sie klar, warm und voller Weisheit.
„Du bist müde“, sagte sie.
„Ich muss stark sein“, antwortete Mira.
Die Großmutter lächelte sanft.
„Du bist nicht müde vom Leben.
Du bist müde vom Schützen.“
Dann legte sie ihre Hand auf Miras Herz und sagte:
„Du hast lange genug getragen,
was dich einst gerettet hat.“
„Wie lasse ich es los?“, flüsterte Mira.
Die Großmutter antwortete:
„Nicht indem du kämpfst.
Sondern indem du erkennst,
dass du heute sicher bist.“
Wandlung
Miras Schutzmechanismen lösten sich nicht auf.
Sie waren noch da.
Aber sie hatten ihre Aufgabe verloren.
Nicht verschwunden,
sondern zur Ruhe gekommen.
Wie Wächter, die sich endlich setzen dürfen,
weil die Gefahr vorüber ist.
Die Erinnerung an Vollkommenheit
„Heilung beginnt“, sagte die Großmutter leise,
wenn du dich erinnerst, wer du bist.“
Nicht deine Geschichte.
Nicht deine Rolle.
Nicht dein Schutz.
„Sondern das Licht darunter.
Deine Vollkommenheit.“
Mira legte beide Hände auf ihr Herz
und sprach den Satz, der sie an die Wahrheit ihres Wesens erinnerte:
„Ich darf Liebe empfangen.
Und ich bin sicher, wenn ich mich zeige —
mit meinen Gefühlen, meinen Bedürfnissen und meinem Herzen.“
Da begriff sie:
"Sich zu öffnen heißt nicht, wehrlos zu sein.
Es bedeutet, sichtbar zu sein —
ohne Angst, dadurch Liebe zu verlieren."
Mira war in ihrem Kern niemals verletzt.
Lediglich die Wunde war laut.
Ihr Wesen war immer heil.
Nur der Schutz hatte die Sicht verdeckt.
Mit dieser Erkenntnis fiel die Anspannung ab,
und in ihrem Inneren erwachte etwas,
das sich wie Heimkehr ins Leben anfühlte.
Etwas, das lange keine Stimme hatte,
atmete endlich auf —
und sie nannte es "Leben."
Was du aus dieser Geschichte mitnehmen kannst
Vielleicht trägst auch du einen Schutz in dir.
Schutz ist kein Fehler.
Schutz ist Liebe —
die zu früh Verantwortung übernehmen musste.
Doch es gibt einen Moment,
an dem du sagen darfst:
„Danke, dass du mich beschützt hast.
Ich kann es ab hier allein.“
Heilwerden bedeutet nicht, etwas Neues zu schaffen.
Heilwerden ist die Erinnerung an den Kern deines Wesens —
den Teil in dir, der immer heil und gesund geblieben ist.
Du warst immer ganz.
Du warst immer genug.
Du bist sicher.




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