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Synchronizität – Bedeutung, Ordnung und Resonanz

Aktualisiert: 1. Jan.


Abstrakter Hintergrund mit vielen ineinander verschachtelten Kreisen, die Resonanz, Ordnung und nicht-lineare Zusammenhänge symbolisieren.

Synchronizität – Bedeutung, Ordnung und Resonanz

Beobachtungen zwischen Erleben und Erkenntnis


Synchronizität beschreibt

eine Form des Erlebens,

bei der psychische Prozesse

und äußere Ereignisse

in Beziehung zueinander treten

und als zusammengehörig

erlebt werden.

 

Solche Vorgänge entstehen

ohne bewusste Planung

oder gezielte Steuerung.


Sie können Orientierung geben,

und Entwicklungsprozesse begleiten.


Der Begriff verweist damit

auf einen Bereich

zwischen Wahrnehmung,

Bedeutungsbildung

und Ordnung.


 

Ein Wort für erlebte Zusammenhänge

Der Ausdruck "Synchronizität"

geht auf den Psychiater

Carl Gustav Jung zurück.


Ausgangspunkt waren Beobachtungen,

bei denen Ereignisse

als aufeinander bezogen

wahrgenommen wurden,

ohne sich durch bekannte

Ursache-Wirkungs-Modelle

hinreichend erklären zu lassen.


Im Zentrum stand die Frage,

wie Bedeutung entsteht

und welche Rolle

Zeit, Aufmerksamkeit

und Wahrnehmung

dabei spielen.


Damit öffnet sich der Blick

auf die Bedingungen,

unter denen solche Phänomene

auftreten.



Beispiel aus dem Alltag

Viele Menschen kennen folgende Situation.


Eine Frage begleitet sie über längere Zeit –

eine Entscheidung,

eine persönliche Angelegenheit

oder ein gesundheitliches Thema.


Zunächst wird nach einer Lösung gesucht.

Man denkt nach,

spricht mit anderen

oder informiert sich.


Irgendwann tritt diese Suche

in den Hintergrund.

Das Thema bleibt präsent,

ohne ständig im Mittelpunkt zu stehen.


Im weiteren Verlauf

begegnen dem Betroffenen

verschiedene Ereignisse:

ein Gespräch,

ein Text,

ein beiläufig gehörter Satz.


Jedes für sich

mit eigenem Anlass.


Erst im Rückblick

werden Bezüge erkennbar.

Die Eindrücke

lassen sich zueinander

in Beziehung setzen

und führen zu einer Einordnung.


So zeigt sich Synchronizität:

als zeitliches Zusammentreffen

mehrerer Eindrücke,

deren Zusammenhang

sich erst nachträglich erschließt.



Psychologische Perspektive

Synchronizität tritt bevorzugt

in Situationen auf,

in denen gewohnte Vorstellungen

an Tragfähigkeit verlieren.


Dazu zählen insbesondere:

größere Veränderungen,

Entscheidungssituationen,

Krisen,

Krankheit oder Verlust


In solchen Phasen

richtet sich die Aufmerksamkeit

verstärkt auf Sinn-

und Bedeutungszuordnungen.


In der therapeutischen Arbeit

zeigt sich dies oft darin,

dass Klienten Erlebtes

erst im Rückblick

miteinander in Beziehung setzen.


Psychologisch lässt sich beschreiben,

dass dieses Ordnen von Eindrücken

eine ausgleichende Wirkung

entfalten kann.


Für die Praxis ist dabei bedeutsam:

Bedeutung beeinflusst Erleben

und Verhalten,

auch ohne objektive Messung.


 

Medizinische Perspektive

In Medizin und Neurowissenschaft

steht weniger das einzelne Ereignis

im Vordergrund,

sondern seine Wirkung

auf Selbstregulation.

 

Das menschliche Gehirn

stellt in Situationen von Unsicherheit

vermehrt Zuordnungen her,

um Handlungsfähigkeit

aufrechtzuerhalten.


Das zeigt sich im Alltag darin,

dass Menschen unter Druck

nach Sinn, Halt

oder erklärenden Mustern suchen.


Dabei können messbare Reaktionen auftreten,

zum Beispiel eine Aktivierung

emotionaler Zentren des Gehirns,

Veränderungen von Motivation

und Anpassungen

im autonomen Nervensystem.

 

Synchronizitäts-Erlebnisse

können stabilisierend wirken,

wenn sie Einordnung

und Orientierung unterstützen.

 

Im Mittelpunkt steht dabei

weniger das Ereignis selbst,

sondern der Umgang damit.



Ordnung und Selbstorganisation

In Naturwissenschaft und Medizin

ist anerkannt,

dass lebendige Systeme

ihre Ordnung fortlaufend

aus sich selbst heraus entwickeln.


Diese Prozesse entstehen

durch das Zusammenspiel

mehrerer Faktoren

und zeigen sich in Anpassung,

Regulation

und Erneuerung.


Auch beim Menschen

gehören solche Vorgänge

zur normalen Dynamik des Lebens.


Vor diesem Hintergrund

beschreibt der Begriff der Synchronizität

eine Weise,

in der sich solche Ordnungsprozesse

im Erleben zeigen.


 

Physikalische Perspektive

Die Quantenphysik beschreibt Vorgänge,

die sich nicht allein

aus linearen Ursache-Wirkungs-Beziehungen

ableiten lassen.


Experimentelle Befunde zeigen,

dass Prozesse

in Beziehung stehen können,

auch wenn kein direkter

Informationsaustausch

nachweisbar ist.


Damit wird deutlich,

dass fehlende Messbarkeit

Bedeutung nicht ausschließt.


Für das Verständnis von Synchronizität

ist diese Perspektive relevant.


Sie liefert keine Erklärung

für subjektives Erleben,

macht jedoch verständlich,

dass erlebte Verbundenheit

mit naturwissenschaftlichem Denken

vereinbar ist.

 

 

Religiöse und spirituelle Texte

Auch in religiösen und spirituellen Traditionen

finden sich vergleichbare Muster,

geprägt

von Zeit

und Sprache.

 

Gemeinsam ist ihnen,

dass einzelne Ereignisse

zunächst für sich stehen

und ihre Bedeutung

erst rückblickend

erkennbar wird.


Die Josephsgeschichte (Genesis 37–50)

zeigt,

wie sich der Sinn eines Lebenswegs

aus der Verbindung

seiner Stationen erschließt.


Auch apokryphe Erzählungen

wie das Buch Tobit

führen zunächst getrennte Ereignisse

im Verlauf

zu einem verstehbaren Ganzen zusammen.


Das Evangelium nach Thomas (Logion 3)

beschreibt Erkenntnis

als einen Moment

veränderter Wahrnehmung,

in dem eine Situation

neu verstanden wird.


Diese Darstellungen zeigen,

dass vergleichbare Muster

zum menschlichen Erleben gehören

und sich dort zeigen,

wo Menschen versuchen,

Erlebtes in einen sinnhaften Zusammenhang zu bringen.



Bedeutung für die energetisch-geistige Arbeit

Der beschriebene Zusammenhang

kann energetisch-geistigen Heilern helfen,

Aussagen und Wahrnehmungen von Klienten

im zeitlichen Verlauf

einzuordnen.


Synchronizität zeigt sich dabei

als über mehrere Situationen hinweg

verbundenes Geschehen.


Für die praktische Arbeit

bedeutet das,

Erlebtes im Verlauf wahrzunehmen

und seine Bedeutung

offen zu halten.


Regulation wird dort möglich,

wo Wahrnehmungen

miteinander in Beziehung treten

und sich allmählich

zu einem stimmigen Bild fügen.


Das Nervensystem kann sich dabei

von erhöhter Anspannung

zu mehr Regulation und Sicherheit bewegen.


Entscheidend ist dabei

der Umgang des Klienten

mit dem, was er wahrnimmt

und wie er es versteht.


Der Heiler schafft Bedingungen,

unter denen sich das Erlebte

zu einem Zusammenhang fügt

und Vertrauen

in die eigenen regulierenden Fähigkeiten

wachsen kann.



Synchronizität als Ordnungsphänomen

Synchronizität macht erfahrbar,

dass Erleben

nicht isoliert entsteht,

sondern in größere Zusammenhänge

eingebunden ist.


Sie zeigt,

wie Ereignisse

im Zusammenspiel

Bedeutung gewinnen

und Orientierung ermöglichen.


Der Physiker David Bohm

beschrieb Wirklichkeit

als ein Gefüge,

das sich nicht vollständig

messen,

wohl aber

wahrnehmen lässt.


Für energetisch-geistige Heiler bedeutet das:


Wahrnehmbare Muster,

die sich zeigen,

können als Ausdruck

fortlaufender Selbstregulation

verstanden werden.


Wo sich Bedeutung klärt,

verändert sich der Blick

auf das Geschehen –

und damit oft

auch der weitere Weg.





 
 
 

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Dr. med. Martin Teschner


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