Bewusstsein in der Heilarbeit
- Dr. med. Martin Teschner
- 26. März
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. Apr.

Bewusstsein in der Heilarbeit
Bewusstsein umfasst
in der energetisch-geistigen Heilarbeit
verschiedene Formen
des Wahrnehmens.
Dazu gehören
Präsenz,
Körperempfindung,
Gefühl,
inneres Bild,
Selbstgewahrsein,
Beziehungswahrnehmung
und Zustände,
die über die gewöhnliche
Alltagswahrnehmung hinausreichen.
Gerade darin
liegt ein besonderer Wert
der Heilarbeit:
wahrzunehmen,
was sich zeigt,
es einer Ebene
des Erlebens zuzuordnen
und daraus
den nächsten Schritt
in der Behandlung
abzuleiten.
Diese Unterscheidung
hilft in der Praxis,
das Erlebte
besser einzuordnen:
Was zeigt sich gerade?
Auf welcher Ebene
zeigt es sich?
Und was braucht
im nächsten Schritt
Aufmerksamkeit?
So wird aus Wahrnehmung
eine Orientierung,
die Behandlung
bewusst führen
und vertiefen kann.
Horst Krohne beschrieb
Wirkungsweisen
in Körper, Seele und Geist
sowie den Übergang
vom menschlichen Bewusstsein
zum seelisch-geistigen Bewusstsein.
Für die praktische Heilarbeit
ergibt sich daraus
eine einfache
und zugleich zentrale Frage:
Welche Form von Bewusstsein
zeigt sich gerade?
Wachbewusstsein
Am Anfang steht
das gewöhnliche Wachbewusstsein.
Ist ein Mensch klar?
Ansprechbar?
Innerlich da?
Oder wirkt die Person müde,
wie weggetreten,
verlangsamt
oder innerlich fern?
Das ist wichtig,
weil nicht jeder tiefe Zustand
schon ein guter Zustand ist.
Manche Menschen wirken still und versunken,
sind dabei aber nicht in innerer Ruhe,
sondern eher im Rückzug
oder in Erschöpfung.
Für die Praxis heißt das:
Bevor etwas gedeutet wird,
ist zunächst zu prüfen,
ob ein Mensch
wach, ansprechbar und orientiert ist
und sein Erleben
bewusst wahrnehmen kann.
Körperbewusstsein
Nicht jeder innere Prozess
wird zuerst als Gedanke bewusst.
Oft zeigt er sich zunächst körperlich.
Ein Druck im Hals.
Eine Enge in der Brust.
Schwere in den Schultern.
Unruhe im Bauch.
Körperbewusstsein bedeutet,
körperliche Empfindungen
in Ort, Intensität und Verlauf
wahrzunehmen.
Gerade hier arbeiten viele Heiler
bereits sehr genau,
auch wenn sie dafür
oft andere Begriffe verwenden.
Für die Praxis heißt das:
Nicht sofort nach einer Bedeutung suchen.
Zuerst wahrnehmen:
An welcher Stelle des Körpers
tritt die Empfindung auf?
Wie stark ist sie?
Bleibt sie gleich,
nimmt sie zu
oder lässt sie nach?
Verändert sie ihren Ort
oder ihre Ausdehnung?
Gefühlsbewusstsein
Viele Menschen spüren,
dass etwas in ihnen nicht stimmt,
können aber nicht einordnen,
welches Gefühl damit verbunden ist.
Sie sagen dann:
Ich bin angespannt.
Ich bin leer.
Ich komme nicht zur Ruhe.
Häufig sind solche Zustände
mit Traurigkeit,
Angst,
Enttäuschung,
Wut
oder dem Empfinden verbunden,
zu viel Verantwortung tragen zu müssen.
Gefühlsbewusstsein heißt,
eigene Gefühle
nicht nur zu erleben,
sondern sie auch
wahrzunehmen
und zu benennen.
Gerade darin liegt oft
ein Wendepunkt.
Denn Gefühle,
die wahrgenommen
und benannt werden können,
müssen sich nicht mehr
nur über den Körper ausdrücken.
Selbstgewahrsein
Selbstgewahrsein bedeutet,
im Erleben
der eigenen Person bewusst zu bleiben.
Ein Mensch weint
und bleibt dabei
orientiert und ansprechbar.
Jemand spürt Traurigkeit
und nimmt zugleich wahr,
dass er sie erlebt.
Das ist in der Heilarbeit
ein entscheidender Punkt.
Denn heilsame Entwicklung
braucht nicht nur Gefühl,
sondern auch die Fähigkeit,
es bewusst zu erleben
und innerlich zu halten.
Für die Praxis heißt das:
Nicht nur wahrnehmen,
was ein Mensch erlebt.
Sondern auch,
ob er es erleben kann
und dabei
orientiert, ansprechbar
und seiner selbst bewusst bleibt.
Beziehungsbewusstsein
Beziehungsbewusstsein bedeutet,
wahrzunehmen,
wie Beziehungen, Rollen
und Erwartungen
das eigene Erleben, Verhalten
und den Umgang mit Grenzen prägen.
Manche Menschen
übernehmen dauerhaft Verantwortung
für andere.
Sie halten viel aus,
stellen eigene Bedürfnisse zurück
und bleiben verfügbar,
auch wenn es sie Kraft kostet.
Andere vermeiden Konflikte,
passen sich früh an
oder reagieren stark auf das,
was andere von ihnen erwarten.
Gerade hier liegt
für viele Behandlungen
ein wichtiger Zugang.
Denn Unruhe,
Erschöpfung
oder anhaltender Druck
entstehen oft auch dort,
wo ein Mensch
sich fortwährend anpasst,
Verantwortung übernimmt
und eigene Grenzen
zu wenig schützt.
Für die Praxis heißt das:
Nicht nur fragen,
was jemand erlebt.
Sondern auch:
Wie lebt dieser Mensch
in Beziehung?
Wo passt er sich an,
obwohl es ihn belastet?
Wo übernimmt er Verantwortung,
die nicht die eigene ist?
Und wo werden eigene Bedürfnisse
oder Grenzen
immer wieder zurückgestellt?
Körper, Gefühl
und Beziehung
zeigen,
wie Bewusstsein
im menschlichen Alltag wirksam wird.
In der Heilarbeit
wird darüber hinaus
auch mit Zuständen gearbeitet,
in denen andere Formen
von Wahrnehmung und Einsicht
zugänglich werden.
Erweitertes Bewusstsein
Erweitertes Bewusstsein beschreibt Zustände,
in denen das Tagesbewusstsein
bewusst zurückgenommen
und die alltägliche Denkaktivität
gezielt reduziert wird.
Dies kann
durch Meditation,
Gebet
oder andere Verfahren geschehen,
die einen veränderten Bewusstseinszustand
gezielt herbeiführen.
Je nach erreichtem Bewusstseinszustand
werden dabei
unterschiedliche Formen
von Wahrnehmung,
Einsicht
und innerem Wissen zugänglich.
Das Unterbewusstsein umfasst
Erfahrungen, Erinnerungen, Prägungen
und aufgenommenes Wissen,
die das Erleben beeinflussen,
ohne fortlaufend bewusst verfügbar zu sein.
Das Überbewusstsein bezeichnet
in der Heilarbeit
einen Bereich
jenseits des persönlichen Alltagsdenkens,
der mit Intuition,
innerer Führung,
medialer Wahrnehmung
und dem Erfassen
größerer Zusammenhänge
verbunden wird.
Gerade hier zeigt sich
auch eine Dimension des Menschen,
die Heiler,
Psychologen
und Mediziner
in unterschiedlicher Sprache kennen:
die spirituelle Dimension.
Sie betrifft
Sinn,
Glauben,
Hoffnung,
Vertrauen
und die Erfahrung,
in einen größeren Zusammenhang
eingebunden zu sein.
Sie prägt oft auch,
wie Gesundheit,
Krankheit,
Heilung
und Wohlbefinden
erlebt werden.
In der Heilarbeit
gehört der Zugang
zu solchen Zuständen
zur praktischen Arbeit..
Horst Krohne sprach
von Wirkungsweisen
in Körper, Seele und Geist
sowie von der Übertragung
vom menschlichen Bewusstsein
zum seelisch-geistigen Bewusstsein.
Für eine gemeinsame Sprache
kommt es deshalb darauf an,
solche Zustände
in ihrer Art,
ihrem Verlauf
und ihrer Wirkung
genau zu beschreiben.
Entscheidend ist,
ob der Klient
sein Erleben
dadurch besser einordnen kann
und ob sich daraus
für das weitere Vorgehen
ein hilfreicher nächster Schritt
ergibt.
Was das praktisch verändert
Wenn gesagt wird:
„Da kam etwas ins Bewusstsein“,
bleibt offen,
was genau wahrgenommen wurde.
Genauer beschrieben
kann es so heißen:
Die Klientin nahm
zunächst einen Druck
in der Brust wahr.
Im weiteren Verlauf
wurde Traurigkeit
spürbar.
Danach wurde deutlich,
dass sie im Alltag
häufig Verantwortung übernimmt,
eigene Bedürfnisse zurückstellt
und sich selbst
nur wenig Entlastung ermöglicht.
So wird aus Erleben
eine klare Beschreibung.
Körper, Gefühl
und Lebenssituation
werden dabei
so benannt,
dass beide Seiten
dasselbe verstehen
und darauf aufbauen können.
So kann Zusammenarbeit entstehen,
wie Horst Krohne
sie angestrebt hat:
als Verbindung
unterschiedlicher Zugänge
in einer Sprache,
die gemeinsames Weiterarbeiten
ermöglicht.
Worum es geht
Bewusstsein umfasst in der Heilarbeit
verschiedene Formen
des Wahrnehmens:
das Wachsein,
das Spüren des Körpers,
das Wahrnehmen von Gefühlen,
das Bewusstsein der eigenen Person,
das Erkennen von Beziehungsmustern
und auch Zustände,
die über die gewöhnliche Alltagswahrnehmung
hinausreichen.
Diese Unterscheidung
ordnet das Erlebte
und macht Erfahrungen
genauer beschreibbar.
Darin liegt
eine wichtige Voraussetzung
für Zusammenarbeit:
Beobachtetes,
Empfundenes
und Erkanntes
so zu benennen,
dass es
von Heiler,
Psychologe
und Mediziner
aufgenommen,
eingeordnet
und für das weitere Vorgehen
nutzbar wird.
Das war auch
Horst Krohne
ein Anliegen:
Energetisch-geistiges Heilen,
Medizin
und Psychologie
in eine Form
der Zusammenarbeit zu bringen,
in der verschiedene Zugänge
eine gemeinsame Arbeitsgrundlage bilden.
Wer Horst Krohnes Gedanken
zu Bewusstsein,
Medialität
und größeren Zusammenhängen
nachlesen möchte,
findet in seinem Buch
eine passende Vertiefung.
_________________________________
Zum Weiterdenken und Erleben
Ein Geistheiler über 12 Dimensionen des Lebens und die unsterbliche Seele" - Video
Die 12 Programme des Bewusstseins - Teil 1 - Video
Die 12 Programme des Bewusstseins - Teil 2 - Video
Die 12 Programme des Bewusstseins - Teil 3 - Video
Wie wir Träume für unseren Bewusstseinsweg nutzen können - Video
Dr. Ulrich Warnke, Biophysiker
Wie das Bewusstsein „Wirklichkeit schaltet" - Video
Tom Campbell, Physiker und Bewusstseinsforscher
Es gibt ein größeres Bewusstseins-System - Video
KI und Bewusstsein - Video
Neville Goddard, spiritueller Lehrer
Dein Leben bewusster und kraftvoller gestalten - Video




Kommentare